Stefan Pauly

Kostenlos und umweltfreundlich

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Carsharing auf dem Land: Der Illericher Ortsbürgermeister Helmut Braunschädel und das »Dorfauto«, das jedem Bürger und Bürgerin des Ortes kostenlos zur Verfügung steht.                                             Foto: Pauly

Carsharing auf dem Land: Der Illericher Ortsbürgermeister Helmut Braunschädel und das »Dorfauto«, das jedem Bürger und Bürgerin des Ortes kostenlos zur Verfügung steht. Foto: Pauly

Foto: Pauly

Illerich. Wer in Illerich (auto)mobil sein will braucht kein eigenes Fahrzeug, denn in der Eifelgemeinde gibt es ein »Dorfauto«. Der Illericher Dorfladen ist für viele Gemeinden einer mit Vorbildcharakter. Die Nahversorgung hört aber nicht bei Lebensmitteln auf, denn auf dem Parkplatz ist auch der Standort des »Dorfautos« – ein kostenloses Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger Illerichs. Lediglich die Anmeldung beim Buchungsportal kostet zehn Euro. Seit 2021 kann der – vor Ort beim heimischen Autohändler – geleaste Fiat 500 E, der mit »Grünem Strom« betankt wird, genutzt werden. Mittlerweile stehen bereits 32.000 Kilometer auf dem Tacho. »Die Idee wurde uns vom Rhein-Hunsrück-Kreis ‚geliefert‘. Dort gibt es bereits länger Bürgerautos und man darf gute Ideen ja auch übernehmen«, erzählt Ortsbürgermeister Helmut Braunschädel von den Anfängen. Dass Illerich über eine Energiegenossenschaft verfügt, die selbst Strom produziert, hat den Weg zur umweltfreundlichen Mobilität geebnet, denn getankt wird – und auch das ist kostenlos – an einer Wallbox am Dorfladen. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger haben das Auto bisher genutzt. »Es könnten noch mehr sein, aber vielleicht ist die Hemmschwelle für viele zu hoch, da es nicht ihr Auto ist«, mutmaßt Braunschädel, der selbst zum regelmäßigen Nutzer geworden ist. »Rund 350 Kilometer Reichweite passen eigentlich immer«, erzählt der Ortschef. Besonders beliebt seien die Wochentage. Deshalb sei auch ein vorausschauendes Buchen zu empfehlen. »Die Nutzungsdauer darf aber acht Stunden am Stück nicht überschreiten, damit das Auto nicht zweckentfremdet wird. Es soll ja allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen«, sagt Braunschädel, der im kommenden Jahr die Anschaffung eines größeren E-Fahrzeugs nicht ausschließt.

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