Stefan Pauly

Wenn Gas zur Mangelware wird

Gemeinsame Erklärung des Landkreises und der Verbandsgemeinden

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Was wollen die Kommunen tun, wenn Erdgas zur Mangelware wird?

Was wollen die Kommunen tun, wenn Erdgas zur Mangelware wird?

Foto: Archiv (Symbolfoto)

Cochem-Zell. Der Landkreis Cochem-Zell und die Verbandsgemeinden haben sich in einem Arbeitskreis zusammengefunden, um Maßnahmen zur Energieeinsparung zu erarbeiten und Konzepte für den Fall einer Gas- und Strommangellage zu entwickeln.

Unabhängig aller möglichen Szenarien sei es unbedingt erforderlich, überall dort, wo es möglich ist, Energie einzusparen. Der Landkreis und die Verbandsgemeinden prüften darüber hinaus mit den Ortsgemeinden verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung. Dazu gehören beispielsweise:

– Die Ausschöpfung des Energieeinsparpotentials in allen kommunalen Gebäuden; dies betrifft auch die zumutbare Absenkung von Raumtemperaturen.

– Die Überprüfung der Wirkungsgrade aller Heizungsanlagen in kommunalen Gebäuden.

– Die Absenkung der Raumtemperaturen in den Sporthallen.

– Im Falle einer erheblichen Mangellage Abschaltung der Warmwasserversorgung in den Schulsporthallen, da ohnehin nur wenige Schülerinnen und Schüler die Duschen nach dem Schulsport nut-zen

– Die Absenkung der Beckentemperaturen in den Schwimmbädern.

– Die zeitnahe Umrüstung der Beleuchtung in kommunalen Gebäuden und bei der Straßenbeleuchtung auf LED, soweit dies noch nicht erfolgt ist.

– Beratung mit Ortsgemeinden hinsichtlich einer möglichen Reduzierung der Straßenbeleuchtung während der Nachtzeiten.

Im Gebiet des Landkreises Cochem-Zell gibt es seit vielen Jahren erhebliche Anstrengungen, Energie regenerativ zu erzeugen. So waren Ende 2021 3.011 Photovoltaikanlagen, 38 Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen und 22 Biomasseanlagen im Betrieb. Die bestehenden Windkraftanlagen erzeugen 146,1 Megawatt. Insgesamt liegt der Anteil des Ökostroms im Landkreis Cochem-Zell – inklusive der Wasserkraftwerke der Mosel – bei rund 180 Prozent.

www.cochem-zell.de