Simone Wunder

Arbeitslosigkeit steigt im Juli an

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für Juli vor (Symbolfoto).

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für Juli vor (Symbolfoto).

Bild: Agentur für Arbeit

Ahrweiler. Ende des Ausbildungsjahres und verhaltene Wirtschaft prägen den Arbeitsmarkt.
Die Arbeitslosigkeit im Kreis Ahrweiler ist im Juli gestiegen. 2.995 Menschen waren arbeitslos gemeldet – 125 Personen mehr als im Juni und 41 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,2 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr blieb sie unverändert.
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist für den Juli nicht ungewöhnlich. Mit dem Ende des Ausbildungsjahres und des Schuljahres entstehen viele berufliche Übergänge. Nicht alle Absolventinnen und Absolventen wechseln unmittelbar in eine Beschäftigung oder eine weiterführende Qualifizierung und melden sich deshalb zunächst arbeitslos. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Entwicklung verhalten. Unternehmen besetzen offene Stellen weiterhin zurückhaltend, sodass sich Vermittlungen teilweise verzögern.
Auch auf der Nachfrageseite zeigt sich diese Entwicklung. Die Unternehmen meldeten im Juli 118 neue Arbeitsstellen. Das sind fünf weniger als im Juni und 15 weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt waren 621 freie Arbeitsstellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet.
Die meisten offenen Stellen gibt es weiterhin in den Bereichen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie im Verarbeitenden Gewerbe.
„Der Juli ist auf dem Arbeitsmarkt traditionell von vielen Übergängen geprägt. Mit dem Ende des Ausbildungsjahres melden sich zahlreiche Menschen zunächst arbeitslos, bevor sie eine neue Beschäftigung aufnehmen oder sich beruflich neu orientieren. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Unsicherheit spürbar und viele Unternehmen agieren bei Neueinstellungen vorsichtig. Umso wichtiger ist es, Menschen in dieser Phase eng zu begleiten und Übergänge in Beschäftigung möglichst schnell zu gestalten“, erklärt Thomas Becker, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen.
Kurz vor dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres bestehen für Jugendliche noch gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Die Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen verzeichnete für den Kreis Ahrweiler im Juli 441 Bewerberinnen und Bewerber. Das sind 68 weniger als im Juli des Vorjahres. Derzeit sind noch 136 Ausbildungssuchende unversorgt. Demgegenüber stehen 469 gemeldete Ausbildungsstellen, von denen noch 204 unbesetzt sind. Viele Betriebe suchen daher weiterhin Nachwuchskräfte und die Chancen stehen gut, dass junge Erwachsene noch vor dem Ausbildungsstart einen passenden Ausbildungsplatz finden. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit unterstützt bei der Berufswahl, vermittelt freie Ausbildungsstellen und hilft dabei, den passenden Einstieg ins Berufsleben zu finden.