Nürburg. Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie steuert auf ihren großen Showdown zu und zum Saisonabschluss erwartet die Motorsportfans noch einmal ein echtes Spektakel: Am kommenden Samstag, 10. Oktober, steht der zehnte und letzte Lauf auf der legendären Nürburgring-Nordschleife an. Im letzten Vier-Stunden-Rennen der Saison werden noch 15 Punkte vergeben, und damit fällt die Entscheidung im Titelkampf. Doch auch abseits der Tabellenspitze hat das Event einiges zu bieten. Tickets gibt es ab 25 Euro unter
VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Wer nicht selbst in die Eifel kommen kann, ist ab 8.15 Uhr im kostenlosen Livestream auf
VLN.de live dabei. Das Rennen startet um 12 Uhr.
Spannung pur im MeisterschaftskampfIn der Gesamtwertung bahnt sich ein echter Krimi an, denn vor den letzten vier Rennstunden dürfen sich noch drei Fahrerbesatzungen Hoffnungen auf den Titel machen. Angeführt wird die Tabelle vom Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert. Die drei treten für Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels im BMW M240i Racing Cup an und reisen mit den besten Karten in die Eifel. Erste Verfolger auf Rang zwei sind Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg im Porsche 718 Cayman GT4 CS von Smyrlis Racing. Dahinter folgt auf Position drei Alexandru Vasilescu mit 80 Punkten, der im BMW M4 GT4 für AV Racing by BLACK FALCON an den Start geht.
Im Vier-Stunden-Rennen bringt ein Klassensieg 15 Punkte, Platz zwei 11 und Platz drei 8 Punkte. Weil in diesem Jahr zwei Rennen nicht gewertet wurden, gibt es keine Streichresultate und alle acht Läufe zählen zur Meisterschaft. Bugane, Fübrich und Markert reisen mit 94 Punkten an. Gewinnen sie ihre Klasse, kommen sie auf 109 Punkte und sichern sich den Titel aus eigener Kraft. Fielenbach und Sandberg können mit einem Klassensieg auf maximal 105 Punkte klettern. Werden Bugane, Fübrich und Markert in diesem Fall Zweite, herrscht mit jeweils 105 Punkten und sechs Klassensiegen absoluter Gleichstand an der Spitze. Dann gibt die im Saisonverlauf höhere durchschnittliche Teilnehmerzahl in der Klasse den Ausschlag, und die spricht dank des stärker besetzten CUP3-Felds für Fielenbach und Sandberg. Reicht es für das Spitzentrio nur zu Platz drei, kommt es auf 102 Punkte und fällt hinter Fielenbach und Sandberg zurück. Auch Vasilescu hat mit seinen 80 Punkten noch eine theoretische Titelchance: Er wird Meister, wenn er seine Klasse gewinnt, Bugane, Fübrich und Markert leer ausgehen und Fielenbach und Sandberg nicht über Platz fünf hinauskommen.
Frischer Wind in der SP10Neues gibt es von Lokalmatador Jung Motorsport: Das Team stellt sich mit einem Mercedes-AMG GT4 einer neuen Herausforderung, das Cockpit teilen sich Eugen Weber, Mario Fuchs und Tobias Jung. Jung blickt voller Zuversicht auf das Projekt: „Wir freuen uns schon total auf diesen Schritt. Eugen, dem das Fahrzeug gehört, hat uns angesprochen, ob wir den Einsatz für ihn machen können. Er hat dieses Jahr auch die Permit bei uns gemacht. NLS 10 wird für uns ein Test sein, das Auto soll 2027 dann die ganze Saison laufen.“
Formel-Talent Mathilda Paatz gemeinsam mit Vater Michael am StartEine besondere Geschichte schreibt beim Finale Formel-Nachwuchstalent Mathilda Paatz. Sie geht zum ersten Mal gemeinsam mit ihrem Vater Michael Paatz im VW Scirocco R von mathilda racing an den Start. Mit Geburtsdatum 1. August 2008 ist Mathilda die jüngste Teilnehmerin im gesamten Feld. Ihr Vater hat in der NLS 16 Klassensiege eingefahren und war bis 2023 regelmäßig am Nürburgring unterwegs, bevor er sich ganz darauf konzentrierte, die Karriere seiner Tochter zu fördern. Jetzt teilen sich die beiden das Cockpit. Mathilda, die im NLS-Fahrerlager groß geworden ist, fiebert ihrem Debüt entgegen: „Ich war mit Papa beim 24h-Rennen am Nürburgring und direkt begeistert. Der Formel-Sport hat für mich nach wie vor oberste Priorität. Aber wir haben uns in den Kopf gesetzt, irgendwann gemeinsam das 24h-Rennen zu fahren. Jetzt spule ich meine ersten Kilometer auf der Nordschleife und bin gespannt, wie es laufen wird.“
21 GT3-Boliden, Comebacks und Premieren im StarterfeldAuch an der Spitze des Feldes gibt es zum Finale hochkarätigen Zuwachs: Gamota Racing bringt neben dem bereits gemeldeten Auto in der Klasse SP9 PRO-AM (Antal Zsigo, Moritz Kranz, David Jahn) einen zweiten BMW M4 GT3 EVO in der SP9 AM an den Start, den sich Antal Zsigo, Csaba Walter und Dennis Fetzer teilen. Nach drei Rennen Pause meldet sich außerdem Konrad Motorsport zurück: Pavel Lefterov, Dimitar Balev und Aleks Stefanov pilotieren den spektakulären Lamborghini Huracán GT3 EVO I in der SP9 PRO-AM. Damit gehen beim Finale insgesamt 21 GT3-Fahrzeuge auf Siegjagd. Auch sonst gibt es neue Autos und Gesichter im Starterfeld, etwa in der Klasse BMW 325i: Dort teilen sich Alex Wright und Jonathan Sharp die Startnummer 122 von Keeevin Motorsport. In derselben Klasse bestreitet Luca Alpert, DNLS-Champion der Saison 2024/2025, sein allererstes NLS-Rennen. Er fährt gemeinsam mit Christopher Gruber im BMW von Eifelkind Racing.
Entscheidungen in den SonderwertungenIn der Junior-Trophäe liegen Benjamin Koslowski und Raphael Rennhofer mit jeweils 63 Punkten gleichauf an der Spitze. Kleines Detail am Rande: Rennhofer hat in der virtuellen DNLS-Saison 2024/2025 gemeinsam mit NLS-Debütant Alpert den Titel geholt. In der Gentleman-Trophäe hat Alexandru Vasilescu mit 80 Punkten die Nase vorn, dahinter folgen ‚Russ Turner‘ (70 Punkte) und Mike Stursberg (61 Punkte). In der Ladies-Trophäe geht Flavia Pellegrino Fernandes mit 37 Zählern als Spitzenreiterin ins Saisonfinale.
Tickets für das Saisonfinale kosten 25 Euro und sind unter
VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Im Ticket enthalten ist der Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, zu den beliebten Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten sowie zu Fahrerlager, Boxengasse und Startaufstellung. Auf dem Programm steht ein voller Nordschleifen-Tag: Das Zeittraining läuft am Samstagmorgen von 8.30 bis 10 Uhr. Danach können Fans beim Pitwalk ab 10.20 Uhr in der Boxengasse und beim Gridwalk ab 11.10 Uhr in der Startaufstellung die Fahrzeuge und ihre Fahrer aus nächster Nähe erleben. Um 12 Uhr fällt dann der Startschuss zum vierstündigen Finalrennen. Wer nicht vor Ort sein kann, schaltet ab 8.15 Uhr den offiziellen Livestream auf
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