Simone Wunder

Internationaler Frauentag: Remagen setzt ein Zeichen für Wertschätzung, gleiche Chancen und ein gewaltfreies Miteinander

Zum Internationalen Frauentag setzten Bürgermeister Björn Ingendahl und Gleichstellungsbeauftragte Herta Stiren ein Zeichen für Gleichberechtigung.

Zum Internationalen Frauentag setzten Bürgermeister Björn Ingendahl und Gleichstellungsbeauftragte Herta Stiren ein Zeichen für Gleichberechtigung.

Bild: Cornelia Reitz

Remagen. Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März würdigen Bürgermeister Björn Ingendahl und die kommunale Gleichstellungsbeauftragte Herta Stiren die Leistungen von Frauen in Remagen – in Familie, Beruf, Ehrenamt und im gesellschaftlichen Leben. Zugleich bekräftigen sie: Gleichberechtigung ist ein Grundprinzip unseres Zusammenlebens – und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
 „Viele Fortschritte sind erreicht – und dennoch erleben Frauen weiterhin Benachteiligungen, etwa bei Bezahlung, Karrierewegen oder in der Verteilung von Sorgearbeit“, führt Herta Stiren aus. Gerade die Erfahrungen der letzten Jahre hätten gezeigt, wie herausfordernd es sein kann, Homeoffice, Betreuung und Pflege zu vereinbaren – und wie häufig insbesondere Frauen diese (bezahlte und unbezahlte) Verantwortung tragen. Remagen sehe darin einen klaren Auftrag, Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit und echte Chancengleichheit weiter zu stärken. Bürgermeister Ingendahl bekräftigte dies: „Als Stadt wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass gerade auch die Frage der Kinderbetreuung nicht zu einer Benachteiligung der Mütter führt. Es macht mich daher stolz sagen zu können, dass wir seit dem letzten Jahr für jedes Kind ab zwei Jahren einen Kindergartenplatz bereitstellen können.“
Ein weiterer Schwerpunkt bleibt der Schutz vor Gewalt. „Gewalt gegen Frauen ist niemals hinnehmbar – und sie ist keine Privatangelegenheit“, betonen Bürgermeister und Gleichstellungsbeauftragte. Die Stadt Remagen hat in den vergangenen Jahren wiederholt sichtbar Position bezogen, unter anderem mit Aktionen und Zeichen im öffentlichen Raum. Betroffene und Unterstützende können sich zudem jederzeit an das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wenden: 11 60 16 (kostenfrei, anonym, rund um die Uhr).
Als Zeichen der Wertschätzung verteilten beide am 8. März Blumen am Rathaus. Die Aktion sollte „Danke“ sagen – und zugleich dazu einladen, miteinander ins Gespräch zu kommen: Was bedeutet Gleichstellung konkret vor Ort? Wo braucht es mehr Sichtbarkeit, faire Arbeitsbedingungen, partnerschaftliche Verantwortung und sichere Unterstützung für Betroffene von Gewalt?
Bürgermeister Björn Ingendahl: „Der 8. März ist ein Tag des Dankes – und ein Tag, an dem wir uns gemeinsam verpflichten, gleiche Chancen und Respekt im Alltag konkret zu leben.“
Gleichstellungsbeauftragte Herta Stiren: „Gleichstellung gelingt dort, wo Frauen sichtbar sind, wo Sorgearbeit fair geteilt wird – und wo wir bei Gewalt nicht wegsehen, sondern Hilfe niedrigschwellig erreichbar machen.“