Simone Wunder

Leichte Frühjahrbelebung am Arbeitsmarkt

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für März vor (Symbolfoto).

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für März vor (Symbolfoto).

Bild: Agentur für Arbeit

Ahrweiler. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Landkreis Ahrweiler zum März um 95 auf 3.064 gesunken. Vor einem Jahr waren allerdings 129 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,4 Prozent und damit um 0,1 Punkte unter der des Vormonats. Vor einem Jahr lag sie bei 4,2 Prozent.
Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen und des Jobcenters Landkreis Ahrweiler wurden innerhalb der letzten vier Wochen 148 neue Stellen gemeldet. Damit sind in der Region aktuell 707 Stellenangebote zu besetzen.
„Der Arbeitsmarkt im Kreis Ahrweiler zeigt im März die für diese Jahreszeit typische Entwicklung. Mit der einsetzenden Frühjahrsbelebung kommt wieder mehr Bewegung in den Arbeitsmarkt, insbesondere in den für die Region prägenden Branchen wie Bau, Handwerk und Dienstleistungen. Viele Betriebe nehmen nach den Wintermonaten ihre Aktivitäten wieder auf“, sagt Stefanie Adam, Vorsitzende der Geschäftsführung. „Insgesamt bleibt die Dynamik jedoch verhalten, da sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin dämpfend auswirken.“
Im Vergleich zu den Vorjahren bewegt sich die Entwicklung in einem erwartbaren Rahmen. Saisonale Effekte sorgen für eine leichte Entlastung, ohne dass von einer außergewöhnlichen Entwicklung gesprochen werden kann. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen entwickelt sich stabil, liegt jedoch weiterhin unter dem Niveau der Vorjahre. Gleichzeitig zeigt sich, dass Unternehmen ihre Personalplanung vorsichtig angehen und offene Stellen eher zögerlich melden.
„Die Frühjahrsbelebung bringt die erwarteten Impulse, doch die Zurückhaltung vieler Betriebe bleibt spürbar. Mein Appell ist: Nutzen wir die vorhandenen Potenziale – in den Unternehmen und bei arbeitsuchenden Menschen – und bringen wir sie durch gezielte Qualifizierung zusammen“, erklärt die Agenturleiterin.
Ein zentraler Ansatzpunkt ist und bleibt zudem die duale Ausbildung. „Sie bietet jungen Menschen verlässliche Perspektiven und ermöglicht es Arbeitgebern, Fachkräfte gezielt aus den eigenen Reihen zu entwickeln. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zahlt sich diese Investition in Ausbildung besonders aus“, so Stefanie Adam.
Insgesamt präsentiert sich der Arbeitsmarkt im Kreis Ahrweiler damit solide, jedoch ohne größere Dynamik. Die kommenden Wochen werden zeigen, inwieweit sich die saisonale Belebung weiter fortsetzt und zusätzliche Beschäftigungseffekte entstehen. Unternehmen, sowie Arbeits- und Ausbildungssuchende sind daher gut beraten, die Unterstützungsangebote der Agentur für Arbeit aktiv zu nutzen.