BikepAHRk Insul begeistert – Anlage feierlich eröffnet
Insul. Der Bikepark ist eröffnet. Nach gründlicher Planung und Durchführung fanden sich zahlreiche Gäste zur Eröffnungsfeier am Park oberhalb des Insuler Sportplatzes ein. Der Bikepark ist nach Errichtung eines anspruchsvollen Kinderspielplatzes und des aufwändig wiederhergestellten Sportplatzes mit Multifunktioneller Nutzung ein weiterer wichtiger Schritt zur Wiedererstarkung der Infrastruktur für den seinerzeit heftig von der Flut betroffenen Ort, ein sportliches und touristisches Highlight für Einwohner wie Bikerfans aus einem weiten Umfeld. Zur Eröffnungsfeier war der RC Herschbroich mit Dutzenden Bikern vor Ort, ungeduldig warteten die Radbegeisterten auf das symbolische Durchschneiden des Bandes, um alsbald mit waghalsigen Fahrmanövern ihr Können unter Beweis zu stellen.
Die Anlage ist so ausgelegt, dass auch jüngere Radler einen geeigneten Einstieg in das Fahrvergnügen finden. Wer unter extremeren Bedingungen fahren möchte, findet eine weitere Bikeanlage in der Randlage von Müsch, am dortigen Fahrradweg in Richtung Dorsel; hier mögen Fortgeschrittene nach Herzenslust ihr Können in einem Pilotprojekt, einem „Dirtpark“, an den Tag legen. Dieses Projekt wurde bereits im Jahre 2023 vorgestellt.
Für den Verein bikepAHRk e.V. erläuterte der 1. Vorsitzende Timo Niemeyer-Andreatta das Konzept der Anlage. Größere und kleinere Anlagen dieser Art sollen in möglichst allen an der Ahr gelegenen Gemeinden entstehen. Die Ausführungen werden je nach Schwierigkeitsdarstellung unter anderem als „Pumptracks“ gegebenenfalls kombiniert als „Dirt-/Jumpparks“ errichtet werden. Die Fachbegriffe lassen erahnen, wieviel Knowhow mit den Parks verbunden ist. Der Ausbau soll jeweils in unmittelbarer Nähe zu den Fahrradwegen längs der Ahr erfolgen, Besonderheit ist, dass nicht Asphalt oder Beton verwendet wird, sondern professionell Erdausbauten geplant und gebaut werden. Dies verleiht ein eher natürliches Ambiente. Sicherheitsüberprüfungen sind verpflichtend, erst dann werden die Anlagen den jeweiligen Gemeinden übergeben. Betreiber der von Natur-Projekte Kim Christian, Dörrebach, erbauten Anlage „Am Rennacker“ ist die Ortsgemeinde Insul. Sie hat die Nutzungsregeln erstellt, erkenntlich auf einem großen Schild.
Die Flut und ihre Folgen haben gerade auch Kinder und Jugendliche massiv getroffen, viele fühlen sich verunsichert, mit ihren Ängsten und Nöten allein gelassen. Die Belastungssituation in manchen Familien ist nach wie vor hoch, Eltern können die Sorgen der Kinder zum Teil nicht in gewünschtem und gebührendem Umfang auffangen. Die Folgen für die seelische Entwicklung sind groß. Erforderliche Schulwechsel und lange Anfahrtswege zu Ausweichstandorten der Schulen belasten zusätzlich. Und fehlende Freizeitmöglichkeiten verbessern die Situation keineswegs.
Und hier setzt das Konzept von bikepAHRk e.V. ein: Zusätzliche Freizeitangebote sollen wieder eine altersgerechte Teilhabe am sozialen Leben ermöglichen, Kinder und Jugendliche sollen Treffpunkte finden, sich gegenseitig wieder Mut machen können. Bikeparks wurden sehr oft nachgefragt, wenn in den Gemeinden die Wünsche der Kinder und Jugendlichen für ihre Freizeitgestaltung erkundet wurden.
Weitere Anlagen werden für Rech, Kaltenborn und Sinzig geplant. Ziel aller Anlagen ist es in einer ganzheitlichen Perspektive die Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig soll der Sport als Gesundheitsvorsorge gefördert werden, soll die schöne Ahrlandschaft mit ihren Erholungsmöglichkeiten in den Blick gestellt werden.
Das Konzept von bikepAHRk e.V. findet große Unterstützung, sei es in ideeller Hinsicht, sei es durch finanzielle Unterstützung. So hat der Rotary Club Adenau-Nürburgring das Vorhaben mit einer großzügigen Spende in Höhe von 10.000 Euro unterstützt, in rotarischem Geiste befürwortet er die Installation. Wertvolle Hilfe für Kinder und Jugendliche, gleichzeitig Ermunterung sich dem Alltagssport zu widmen. Dr. Matthias Kötting, Dr. Jens Böhle, Rolf Schlipköter und Hans-Jürgen Phiesel waren Gäste der Eröffnungsfeier. Weitere Spenden erfolgten, so durch die Kreissparkasse Ahrweiler, die den Löwenanteil der Finanzierung übernommen hat. Für die KSK Ahrweiler waren Dieter Zimmermann und Achim Gemein vor Ort. RadSport Breuer aus Adenau und der RC Herschbroich verstehen sich als Paten des Projektes, werden für den Unterhalt und zur Pflege beitragen.
Allen, die sich für den lobenswerten Zweck eingesetzt haben, galt sehr herzlicher Dank! VG-Bürgermeister Guido Nisius, Ortsbürgermeister Ewald Neiss, der ehemalige 1. Beigeordnete Udo Breuer und Rainer Breuer ebenso wie Martin Tillmann von RadSport Breuer und 1. Vorsitzender des RC Herschbroich, begrüßten das Zustandekommen des Parks, lobten das damit verbundene ehrenamtliche Engagement und wünschten allen Nutzern der Anlage viel Freude mit dem Parcours. Es sei wichtig, sich für die Heimat, für die Allgemeinheit einzubringen, so allgemeiner Tenor. Gäste der Eröffnung waren auch Daniela Schmitz von der Tourist-Information Adenau-Nürburgring, Mitglieder des RC Herschbroich, der erfolgreicvhe Radsportler Bastian Wenzel, Nick Falkner für die Stiftung Ahrtal, die ebenfalls finanziell engagiert ist, Gemeinderäte und zahlreiche Insuler Bürgerinnen und Bürger und selbstverständlich viele Kinder und Jugendliche, die nach der Segnung der Anlage durch Pfarrer i.R. Michael Schaefer rasch Gefallen am Bikepark fanden. „Race safe“, so der Wunsch aller zum Projekt.