Nico Lautwein

70 Jahre Trinitatiskirche: „Haus der lebendigen Steine“ 

Manderscheid. Mit einem festlichen Gottesdienst und zahlreichen Gästen hat die evangelische Gemeinde das 70-jährige Bestehen der Trinitatiskirche gefeiert. Im Mittelpunkt standen Gemeinschaft, Musik und Ökumene.

Mit einem festlichen Gottesdienst und zahlreichen Gästen hat die evangelische Gemeinde das 70-jährige Bestehen der Trinitatiskirche gefeiert. Im Mittelpunkt standen Gemeinschaft, Musik und Ökumene.

Mit einem Festgottesdienst zum Thema „Haus der lebendigen Steine“ hat die evangelische Gemeinde in Manderscheid das 70-jährige Bestehen ihrer Trinitatiskirche gefeiert. Pfarrerin Anna-Christina Schmidt konnte zahlreiche Ehrengäste und mehr als 100 Gottesdienstbesucher begrüßen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Wittlicher Kantorei unter der Leitung von Tilman Bruus.

Holzbausteine als Symbol der Gemeinschaft

Zum Jubiläum empfingen Pfarrerin Anna-Christina Schmidt und Pfarrerin Sonja Mitze die Besucher bereits am Eingang. Jeder erhielt einen Holzbaustein, auf den der eigene Name geschrieben werden sollte. Die Steine wurden später Teil der Predigt, in der die Bedeutung der Gemeinschaft für das Leben einer Kirche im Mittelpunkt stand.

Pfarrerin Mitze und Cornelia Melchior sprachen darüber, was eine Kirche braucht. In das Gespräch mischte sich schließlich die „Kirche“, dargestellt von Pfarrerin Schmidt: Es seien „lebendige Steine“, die benötigt würden. Zwar bestehe ein Kirchengebäude aus Steinen und Mörtel, lebendig werde es jedoch erst durch die Menschen, die darin zusammenkommen.

Dank für gelebte Ökumene

Marianne Röhl-Schüller, Vorsitzende des Presbyteriums, betonte anschließend in ihrer Ansprache ihre Freude darüber, so viele Menschen in „ihrer“ Trinitatiskirche begrüßen zu können. Die Kirche stehe vor neuen Fragen und Herausforderungen. Gleichzeitig sei es ein Geschenk, dass sie nicht nur ein Ort des Gebets und der Besinnung sei, sondern auch Raum für Musik biete, die Menschen berühre und zusammenführe.

Besonders dankte Röhl-Schüller Pfarrer Carsten Scher von der katholischen Gemeinde für die seit zwei Jahren gelebte ökumenische Zusammenarbeit. „Möge unsere Kirche ein lebendiger Ort der Gemeinschaft bleiben, in dem die Menschen Kraft, Trost und Freude finden“, wünschte sie.

Auch Pfarrer Scher gratulierte der evangelischen Gemeinde zum Jubiläum und hob die gute ökumenische Zusammenarbeit hervor. Seine Grußworte griffen denselben Bibelvers auf, der auch der Predigt zugrunde lag: „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ (1. Kor 3,11).

Erinnerungen an sieben Jahrzehnte

Die ehemalige Pfarrerin Susanne Triebler erinnerte daran, dass sie vor zehn Jahren bereits das 60-jährige Bestehen der Trinitatiskirche mitgefeiert hatte. Seitdem hätten sich nicht nur die Menschen, sondern auch die Welt und die Gemeinde verändert. Das Fundament der Kirche stehe jedoch weiterhin fest. Sie gratulierte der Gemeinde zum Jubiläum.

Pfarrer im Ruhestand Jürgen Uecker ließ seine Erinnerungen aus gesundheitlichen Gründen von der Vorsitzenden vortragen. Sie reichten bis in die Zeit zurück, als Ute Förster mit einer Kindergruppe einen Weihnachtskalender gestaltete. Uecker erinnerte außerdem an Margit Lübke, Ingrid Uecker und Gunda Irle sowie an die früheren Familiengottesdienste und gemeinsame Agapen mit Pfarrer Erich Gansemer. Auch der Karibu-Chor habe dazu beigetragen, eine ökumenische Gemeinschaft in Manderscheid zu etablieren.

Bürgermeisterin Claudia Becker überbrachte die Glückwünsche der Stadt Manderscheid. Sie rief dazu auf, offen für neue Formen der Begegnung und neue Projekte zu bleiben, um Menschen miteinander zu verbinden und Lebensfreude mit und im Glauben zu erhalten.

Gemeinsam feiern rund um die Kirche

Nach dem Festgottesdienst nutzten die Jubiläumsgäste das Außengelände der Trinitatiskirche zum Verweilen und gemeinsamen Feiern. Ein umfangreiches Buffet sorgte für die Bewirtung. Regina Fahle und ihr Team boten Kinderschminken und Bastelangebote an, während die Konfirmanden an einer Stadtrallye teilnahmen.

Der Dank der Kirchengemeinde galt abschließend allen, die zum Gelingen des Jubiläumstages beigetragen hatten.