Reil wird im September zum Schauplatz einer Ausstellung, die sich mit dem Erbe der Dada-Bewegung auseinandersetzt. Unter dem Titel „Dada – Die Kunst des Absurden“ zeigt der Kunstraum K10 vom 6. bis 12. September Arbeiten von Ulrike Rosenbach, Ulrike Froleyks, Catharina de Rijke, Peter Mönnig, Erwin J. Jutz und Ursula Teich.
Dada entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als Reaktion auf Krieg, gesellschaftliche Erstarrung und politische Widersprüche. Ironie, Sprachzerlegung und die bewusste Auflösung von Sinn gehörten zu den Mitteln der Avantgarde. Die Ausstellung in Reil greift diese Denkweisen auf, ohne den historischen Dadaismus museal nachzustellen. Installationen, Skulpturen und Videoarbeiten treffen auf Lesungen und Performances.
Zu den beteiligten Künstlern gehört Ulrike Rosenbach, die seit den 1960er-Jahren mit Video, Performance und anderen Medien zu Körperbildern, Identität, Ritualen und gesellschaftlichen Rollen arbeitet. Ihre Arbeiten waren unter anderem auf der documenta in Kassel und bei der Biennale von Venedig zu sehen.
Auch Peter Mönnig bewegt sich mit seinen Arbeiten zwischen Objekt, Konzept und gesellschaftlicher Beobachtung. Irritation und die Verschiebung alltäglicher Wahrnehmungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Mönnig ist zudem an der Foundation for Innovative Thought beteiligt, die internationale Kunst- und Architekturprojekte unterstützt. Zu den Aktivitäten zählt der Wettbewerb „Modelling the Future“, der unter anderem Projekte in Georgien fördert.
Mit Catharina de Rijke ist eine niederländische Künstlerin vertreten, die sich unter anderem im Künstlerinnenverband GEDOK engagiert. Erwin J. Jutz bringt Erfahrungen aus Lichtdesign und Theater in die Ausstellung ein. Die WDR-Sprecherin Ulrike Froleyks wird an zwei Tagen Texte der absurden Literatur lesen. Ursula Teich setzt sich in einer Performance mit persönlichen Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit auseinander.
Eine weitere Verbindung zum historischen Dadaismus entsteht durch die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. Aus Alltagsgegenständen entstandene Readymades greifen die Idee auf, gewöhnliche Dinge durch ihre Präsentation in einen künstlerischen Zusammenhang zu stellen.
Die Ausstellung findet im K10 KunstWerkRaum in der Schulstraße 10 in Reil statt. Sie ist Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz und wird von der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach unterstützt. Das K10 verbindet dabei internationale künstlerische Positionen mit regionaler Beteiligung.
Die Vernissage beginnt am Sonntag, 6. September, um 15 Uhr. Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 14 bis 18 Uhr. Die Finissage findet am 12. September statt.