Ein Sommer, der brennt: Feuerwehren im Dauereinsatz
Zwischen Burtscheid und Dhronecken an der K111 geriet bei Pressarbeiten auf einem bereits abgeernteten Getreidefeld eine Rundballenpresse eines Landwirts in Brand. Die Maschine wurde durch das Feuer vollständig zerstört.
Innerhalb weniger Sekunden griffen die Flammen – begünstigt durch starken Wind und extreme Trockenheit – auf das Stoppelfeld über. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und erfasste neben der Feldfläche auch bereits gepresste Strohballen sowie mehrere Obstbäume. Eine weithin sichtbare Rauchsäule stand über der Einsatzstelle.
Die ersten Einsatzkräfte trafen zügig ein und leiteten umgehend umfangreiche Löscharbeiten ein. Den Feuerwehrkräften gelang es, den Brand an der Kreisstraße zu stoppen und so ein Übergreifen auf angrenzende Wiesen sowie die dahinterliegende Gebüschlandschaft zu verhindern.
Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen nach Burtscheid eingerichtet. Zusätzlich unterstützte ein großer Wassertank die Löscharbeiten. Zahlreiche Landwirte rückten mit Grubbern an und halfen, weitere Brandschneisen zu ziehen und die Ausbreitung des Feuers einzudämmen.
Die K111 musste während des Einsatzes voll gesperrt werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin und verlangten den Einsatzkräften bei hochsommerlichen Temperaturen alles ab.
Rund 3,5 Hektar Fläche zerstört
Insgesamt wurden rund 3,5 Hektar Fläche zerstört. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Im Großeinsatz waren die FEZ und die Wehrleitung der Verbandsgemeinde Thalfang, der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI), die Feuerwehren aus Thalfang, Burtscheid, Lückenburg, Malborn, Heidenburg und Reinsfeld sowie die Polizei Morbach, das DRK Thalfang und zahlreiche unterstützende Landwirte.
Weitere Einsätze innerhalb weniger Tage
Der Großbrand ist Teil einer ganzen Reihe von Vegetationsbränden in der Region:
Am Sonntag, 12. Juli, kam es gegen 18.50 Uhr zu einem Böschungsbrand an der K115 zwischen Hilscheid und Dhronecken. Rund 1.000 Quadratmeter Vegetation brannten. Dank eines angrenzenden Waldwegs als natürliche Brandschneise konnte ein Übergreifen auf den trockenen Fichtenwald verhindert werden. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden, die Straße war voll gesperrt.
Bereits am Montag, 13. Juli, musste die Feuerwehr erneut an nahezu gleicher Stelle ausrücken. Ein Entstehungsbrand konnte jedoch schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Am Mittwochabend, 8. Juli, brannten auf einem Feld an der K38 bei Preist sechs Rundballen. Die Feuerwehren verhinderten eine weitere Ausbreitung. Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang Zeugen, nachdem drei Personen in Tatortnähe beobachtet wurden.
Anfang Juli hatte zudem eine mutmaßlich aus einem Auto geworfene Zigarette bei Kell am See einen Flächenbrand ausgelöst. Rund 100 Quadratmeter Wiese standen in Flammen, die B407 musste zeitweise gesperrt werden.
Auch an der Mosel kam es zu einem größeren Einsatz: Im Bereich zwischen Kröv und Kinderbeuern geriet am 12. Juli Vegetation entlang der L58 bei Kinheim in Brand. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz, die Straße wurde voll gesperrt. Zeitweise musste sogar die Mosel wegen eines Löschhubschraubers gesperrt werden. Am Abend konnte Entwarnung gegeben werden.
Feuerwehr appelliert an Bevölkerung
Die Feuerwehren warnen angesichts der anhaltenden Trockenheit eindringlich vor der aktuell sehr hohen Wald- und Flächenbrandgefahr. Als mögliche Auslöser nennen die Einsatzkräfte neben landwirtschaftlichen Maschinen auch achtlos weggeworfene Zigaretten oder heiße Fahrzeugteile.
Die Bevölkerung wird gebeten, offene Feuer im Freien zu vermeiden und Fahrzeuge nicht auf trockenen Wiesen abzustellen. Bereits ein kleiner Funke kann ausreichen, um einen folgenschweren Brand auszulösen. Rauchentwicklungen sollten umgehend über den Notruf 112 gemeldet werden.
Der Brand bei Thalfang zeigt eindrucksvoll, wie angespannt die Lage derzeit ist – und wie schnell sich Feuer unter den aktuellen Bedingungen ausbreiten können.

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