Stephanie Baumann

„Eine Stadt wird durch ihre Bürger lebendig“: Jörn Patzaks Antrittsrede im Wortlaut

Wittlich hat allen Grund, positiv in die Zukunft zu schauen“: Mit dieser Botschaft hat Bürgermeister Prof. Dr. Jörn Patzak seine Amtszeit begonnen. Bei seiner Amtseinführung sprach er über die Herausforderungen der Stadt, seine politischen Leitlinien und die Bedeutung des Miteinanders. Hier lesen Sie seine Rede im vollständigen Wortlaut:
Bei der Amtseinführung: Die erste Beitgeordnete Elfriede Meurer mit Bürgermeister Prof. Dr. Jörn Patzak

Bei der Amtseinführung: Die erste Beitgeordnete Elfriede Meurer mit Bürgermeister Prof. Dr. Jörn Patzak

Bild: Stephanie Baumann

" Für manche ist das Glas halb leer,
für mache ist das Glas halb voll.
Der aktuelle Zeitgeist entspricht – so beobachte ich es - momentan eher dem Prinzip „Das Glas ist halb leer“, denn es herrscht eine negative Grundstimmung einhergehend mit einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft.
Es gibt tatsächlich viele Themen, die uns Sorgen bereiten können:
Krisen. Kriege. Kosten. Klimawandel. KI mit Veränderungen in der Arbeitswelt. Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung. Ärzte- und Fachkräftemangel. Oder die PISA-Studie, um nur einige zu nennen.
Und das alles gepaart mit einer für Deutschland nicht untypischen pessimistischen Grundeinstellung, das führt zu Frust und Sorgen.
Ich gebe zu, so ein Beginn einer Rede lädt nicht gerade zu einer Party ein, sondern führt eher in einer depressiven Grundstimmung im Raum.
Ich will aber eigentlich genau das Gegenteil bewirken und Positivität ausstrahlen.
Was da immer hilft ist Fußball und Zitate bekannter Fußballer. Zum Beispiel Alexander Strehmel (langjähriger Spieler bei VfB Stuttgart und Unterhaching), der die folgende Weisheit von sich gegeben hat:
„Bei so einem Spiel muss man die Hosen runterlassen und sein wahres Gesicht zeigen.“
Das Zitat passt zugegebenermaßen aber nicht dazu, was ich eigentlich will: Nämlich für eine positive Grundeinstellung werben, für eine das „Glas ist halb voll“-Mentalität.
Hier passt aber ein Zitat von Stefan Effenberg, dem Tiger, der als Poet in Krisenzeiten gesagt hat:
„Die Situation ist aussichtslos, aber nicht kritisch."
Und zum Thema Positivität gibt es keinen besseren als den legendären Lothar Matthäus, der nach einer Niederlage schon fast philosophisch ausgeführt hat:
„Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken.“


Sehr geehrte Frau Meurer,
sehr geehrte Herren Beigeordnete,
sehr geehrte Mitglieder des Stadtrats,
sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Wittlich,
sehr geehrte Kollegen aus der kommunalen Familie,
sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger von Wittlich,
liebe Familie,
liebe Gäste aus Politik, kommunalen Spitzenverbänden, von den Sparkassen, aus Wirtschaft, Justiz, Verwaltung, Polizei, Vollzug oder von der Universität,
liebe Freundinnen und Freunde,
ich hoffe, es fühlen sich jetzt alle angesprochen,
ich würde Sie zwar gerne alle persönlich begrüßen, das würde aber den Zeitrahmen sprengen und Sie zu lange vom wartenden Buffet abhalten.


Ich bin sehr dankbar, dass ich heute hier stehen darf und in das Amt des Bürgermeisters der Stadt Wittlich eingeführt werde - gleichzeitig habe ich großen Respekt vor dem Amt, das ich ab dem 1.11.2026 übernehmen darf.


Großen Respekt, weil für mich und meine Familie, vor allem meine Frau Marion und meine Kinder Alina und Cassian, am Sonntag eine neue Zukunft beginnt - nach fast 27 Jahren in der Justiz. Schön, dass Ihr heute hier seid und wir diesen besonderen Moment gemeinsam erleben dürfen.
Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an meine Tochter Alina und Silke Freudenreich für die musikalische Untermalung der Veranstaltung.
Großen Respekt, weil auch für die Stadt Wittlich eine neue Zukunft beginnt - nach 17 Jahren Amtszeit von Joachim Rodenkirch. Sehr geehrter Herr Präsident Rodenkirch, lieber Joachim, ich freue mich sehr, dass Du heute an meiner Amtseinführung teilnimmst. Ich durfte als Leiter der JVA Wittlich in den letzten 12 Jahren hautnah miterleben, wie Du maßgeblich dazu beigetragen hast, dass sich Wittlich zwischen Trier und Koblenz zu einem prosperierenden Mittelzentrum entwickelt hat, zu einer Stadt mit besonderer Strahlkraft. Ein Beleg dafür ist exemplarisch die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen von 11 Mio. im Jahr 2010 auf etwa 20 Mio. im Jahr 2026 oder der Einwohnerzahl von etwa 18.900 im Jahr 2010 auf aktuell 20.160. Dafür möchte ich Dir im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wittlich - das darf ich jetzt - ganz herzlichen Dank sagen. Und ganz persönlich möchte ich Dir danken, dass ich eine so gut aufgestellte Stadt als neues Stadtoberhaupt übernehmen darf.
Großen Respekt, weil ich nach gut vier Wochen Einarbeitungszeit schon eine Ahnung habe, welche enormen Herausforderungen zu bewältigen sein werden. Vielen Dank Ihnen Frau Meurer als Erste Beigeordnete, dass Sie mir ermöglicht haben, mich schon seit Wochen in wichtige Vorgänge einzuarbeiten und an verschiedenen Sitzungen teilzunehmen. Und dass Sie sich die Zeit genommen haben, mich persönlich in verschiedene Themen einzuführen.
Großen Respekt, weil die schon angesprochene negative Grundstimmung in der Gesellschaft es nicht einfacher macht, die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen.
Was immer bei der Bewältigung von Problemen und Herausforderungen hilft ist positives Denken.
Hier will ich als gutes Beispiel vorangehen.
Mit positivem Denken meine ich nicht Schönfärberei, nicht das Verdrängen von Problemen, und schon gar nicht die bloße Vorstellung, dass alles gut wird, wenn man nur fest genug daran glaubt.
Nein.
Ich meine einen positiven Blick auf unsere Zukunft, der die Realität anerkennt – aber sich von ihr nicht entmutigen lässt.
Oder wie es Fredi Bobic, früherer Stürmer des VfB Stuttgart, formuliert:
„Man darf jetzt nicht alles so schlecht reden, wie es war.“


Ich bin kein Freund davon, nur darüber zu sprechen,
was nicht funktioniert,
wer schuld ist und
was angeblich nicht geht.
Ich bin kein Freund der „Das machen wir schon immer so“-Mentalität oder noch schlimmer, „Das haben wir noch nicht so gemacht“-Mentalität.
Lassen uns Sie vielmehr fragen: „Was können wir gemeinsam besser machen?“
Das Wort „gemeinsam“ war bisher in meinem Leben ein ständiger Begleiter, sei es als Mannschaftssportler oder als Chef, der sich immer als Teil der Mannschaft verstanden hat. Deshalb freue ich mich, dass so viele Wegbegleiter gekommen sind, mit denen ich meinen beruflichen Weg gemeinsam gehen durfte und die mich sehr geprägt haben. Ich will hier stellvertretend für alle nennen:


• Den Leitenden Ministerialrat Dr. Markus Riehl, Referatsleiter im Bundesgesundheitsministerium, der mich in vielen Gesetzgebungsverfahren als Sachverständiger im Bundestag oder anderen Institutionen zu betäubungsmittelrechtlichen Fragen hinzugezogen hat, woraus sich letztlich eine Freundschaft mit Dir entwickelt hat und Deiner lieben Frau Ulla, selbst Dezernentin für Kommunales Integrationszentrum, Sozialamt, Versorgungsamt, Gesundheitsamt bei der Kreisverwaltung Rhein-Sieg.
Lieber Markus, mit einem Auftritt bei der UNODC in Wien wird es jetzt nichts mehr.
• Stellvertretend für alle Staatsanwälte Generalstaatsanwalt a.D. Dr. Jürgen Brauer, der mich als mein Chef bei der Staatsanwaltschaft maßgeblich gefördert und mir den Weg ins Ministerium ermöglicht hat, worüber ich letztlich in Wittlich gelandet bin.

• Friedel Durben, den Inspekteur der Polizei, stellvertretend für alle Polizeibeamten, mit denen ich unzählige Fälle gemeinsam bearbeiten und vertrauensvoll zusammenarbeiten durfte,

• Corinna Diesel, erste Präsidentin des Landgerichts Trier, stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen bei Gericht.
Danke, dass Du Dich gestern persönlich bei der gegenseitigen Hospitation um meiner Kollegen aus der JVA gekümmert hast.
• Professor Dr. Mohamad El-Ghazi, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Strafverfahrensrecht an der Universität Trier, stellvertretend für die vielen Professorinnen und Professoren, in deren Kreis ich mittlerweile als Kollege aufgenommen wurde. Schön, dass wir meine letzte Auslandsreise als Justizangehöriger vor einigen Wochen in die Türkei gemeinsam unternommen haben. Oder Prof. Block und Prof. Ellwart: Ich würde mich freuen, wenn Ihr auch für die Stadt Wittlich für gemeinsame Kooperationsprojekte in Euren Fachbereichen zur Verfügung stehen würdet.
• Meine Kollegen aus der JVA, mit denen ich über 12 Jahre sehr eng in dem spannenden und herausfordernden Arbeitsfeld des Justizvollzuges zusammenarbeiten durfte. Ich freue mich, dass der engste Führungsstab heute geschlossen hier ist. Danke für die Kollegialität und das Vertrauen in den vielen Jahren.

• Oberstaatsanwalt Jochen Fabricius, mit dem ich seit vielen Jahren gemeinsam den führenden Kommentar zum Betäubungsmittelrecht schreiben durfte. Nächste Woche kommt noch einmal unser Werk heraus, ein wunderbares Timing, um gemeinsam mit der Kommentatorentätigkeit aufzuhören. Lieber Jochen, Du musst jetzt ohne mich auf spannende Drogentagungen durch Europa reisen. Es hat immer großen Spaß gemacht.

• Dr. Joachim Streit, lieber Ökki, wir kennen uns schon seit der Uni, ich war später Referendar bei Dir als Bürgermeister der Stadt Bitburg. Wir haben uns nie aus den Augen verloren. Mit Deiner Whatsapp Mitte Mai und einem Essen bei Dir und Deiner Frau Petra Anfang Juni hat alles angefangen. Ohne Dich würde ich heute hier nicht stehen. Danke für Deine Unterstützung!
Zurück zu dem negativen Zeitgeist, der momentan in der Gesellschaft wahrzunehmen ist. Es ist zur Normalität geworden, dass wir vieles negativ sehen. Dass wir nicht mehr die Dinge wahrnehmen, die gut sind, die gut laufen, die gut funktionieren.


Ich möchte, dass wir in Wittlich wieder häufiger über das sprechen, was gut ist, und was möglich ist.
Oder wie Eduard Geyer, früherer Trainer von Energie Cottbus sagt:
„Es muss eine Kehrtwende geben. Und die muss 360 Grad sein.“


Und damit will ich heute anfangen und das auch in den nächsten mindestens 8 Jahren tun.
Beispiel Wirtschaft: Wir können in Selbstmitleid verfallen, wenn wir darüber reden, dass die deutsche Wirtschaft unter starkem Druck steht, dass die Konjunktur schwächelt, dass Fachkräftemangel herrscht oder überbordete Bürokratie Investitionen und Innovation hemmen.
Oder wir können uns anschauen, was für ein starker Wirtschaftsstandort Wittlich ist. Welche Stadt kann von sich sagen, dass sie mehr Arbeitsplätze als Einwohner hat. Und schauen Sie sich die Vielfalt der bei uns ansässigen Unternehmen an, schauen uns an, dass Weltmarktplayer wie Dr. Oetker, Benninghoven oder Goodyear bei uns produzieren und in die ganze Welt liefern.
Ein Beleg dafür: Im Standortranking des Wirtschaftsmediums „Die Deutschen Wirtschaft (DDW)“ liegt Wittlich bei 4.035 aufgeführten Städten wo: Auf Platz 288
Aus der Region liegt nur Trier vor uns, auf Platz 149.
Zum Vergleich: Bernkastel liegt auf Platz 1.156. Nicht falsch verstehen lieber Roman Bastgen, Bernkastel liegt mir sehr am Herzen. Ich habe vor über 30 Jahren als junger Basketballer mal ein Jahr beim PSV Bernkastel in der Regionalliga gespielt. Das habe ich im Wahlkampf aber nicht erwähnt, sonst wäre ich wohl nicht gewählt worden. Für die Auswärtigen, falls Sie es nicht gemerkt haben: Wittlich und Bernkastel begegnen sich mit einer gewissen Rivalität.
Noch ein Vergleich: Bitburg – 388.
Sieht also gut aus. Wir dürfen uns aber nicht ausruhen, sondern müssen unsererseits als Stadt alles tun, was uns möglich ist, um die Unternehmen, Handwerk und Einzelhandel zu unterstützen und zu stärken.
Beispiel Innenstadt: Ja, wir haben Leerstand in der Innenstadt. Wir können uns jetzt uns fragen, was verloren gegangen ist. Warum Jeff Bezos und Amazon so erfolgreich sind. Oder wir können gemeinsam überlegen:
Wie können wir die Innenstadt gemeinsam mit dem Stadtmarketing mit innovativen Ideen wieder beleben? Wie können wir die schöne Wittlicher Innenstadt wieder für Einzelhändler attraktiver machen?
Denn was wir vielen anderen Städten voraushaben: Wir haben eine wunderschöne Innenstadt mit einem prächtigen Marktplatz, mit pittoresken Häusern und einem schönen alten Rathaus, wir haben kostenlose oder sehr günstige Parkplätze und wir haben keine Staus. Gut, viele Wittlicher beklagen sich über die Staus am Globus-Kreisel. Nein, das sind keine Staus, das ist kurzzeitiger zähflüssiger Verkehr. Wenn Sie wissen wollen, was Staus sind, fahren Sie morgens zwischen 7.00 und 7.30 Uhr über die A602 nach Trier, oder fragen meine Frau oder Jochen Fabricius aus Frankfurt.
Beispiel demografischer Wandel und Migration: Wir können darüber klagen, dass und wie sich unsere Gesellschaft verändert.
Oder wir können die Vielfalt und das Potential sehen und uns fragen:
Wie schaffen wir eine Stadt, in der junge Menschen gerne bleiben oder wieder zurückkommen und in der ältere Menschen gerne und gut leben? Wie bringen wir die verschiedenen Kulturen zusammen, um gegenseitig voneinander zu profitieren?
Und wie können wir Menschen mit Beeinträchtigung unterstützen, um Wittlich auf für sie lebenswerter zu machen?


Beispiel medizinische Versorgung
(weil heute ein Artikel in der Presse war). Ja, die Kosten für die medizinische Versorgung steigen, auf der anderen Seite gibt es immer weniger niedergelassene Ärzte. Aber auch hier geht es uns in Wittlich noch sehr gut. Wir haben ein gut ausgestattetes Verbundkrankenhaus mit einer neuen Stroke Unit, wir haben den Christoph 10 hier stationiert und wir haben mehrere Medizinische Versorgungszentren – letzte Woche hat das MVZ HNO in der Burgstraße seine erweiterten Räumlichkeiten bezogen. Dennoch müssen wir auch hier alle Anstrengungen unternehmen, um die medizinische Versorgung weiterhin auf dem Niveau zu halten und ggf. zu stärken.
Ja, es gibt Herausforderungen. Aber jede Herausforderung ist auch eine Chance, etwas zu gestalten, etwas positiv zu entwickeln.
Wir müssen die Entwicklungen analysieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.
Und wir müssen optimistisch bleiben.
Optimismus bedeutet nicht, dass wir glauben, dass alles von alleine gut wird. Optimismus bedeutet, dass wir daran glauben, dass wir selbst etwas bewegen können und im Idealfall gemeinsam.

Ich verspreche Ihnen keine Wunder.
Ich verspreche Ihnen, dass ich die Probleme angehe.
Ich verspreche Ihnen, dass ich dieses Amt mit Respekt vor seiner Verantwortung ausüben werde.
Ich verspreche Ihnen, dass ich zuhören werde.
Und ich werde versuchen, bei allen Diskussionen nie aus den Augen zu verlieren, worum es am Ende geht: um die Menschen, die hier leben.
Wir werden nicht immer einer Meinung sein.
Das müssen wir auch nicht.
Eine lebendige Demokratie lebt von der Auseinandersetzung um die besten Ideen.
Aber zwischen einer Auseinandersetzung über Sachfragen und einer Auseinandersetzung, bei dem der andere zum Gegner oder gar zum Feind wird, liegt der entscheidende Unterschied.
Für mich gehört zu einer kultivierten Auseinandersetzung, dass wir in der Sache kontrovers diskutieren können – aber respektvoll miteinander umgehen,
dass nicht die lauteste Stimme gewinnt, sondern das bessere Argument.
Keine Bürgermeisterin und kein Bürgermeister kann eine Stadt allein gestalten.
Keine Fraktion kann alleine Lösungen schaffen.
Keine Verwaltung kann alle Herausforderungen alleine bewältigen.
Aber gemeinsam können wir sehr viel erreichen.


Hier reiche ich allen Fraktionen im Stadtrat die Hand, dass wir gemeinsam Entscheidung treffen, die die Stadt Wittlich und seine Bürgerinnen und Bürger voranbringen.
Was uns helfen könnte, sagt schon Christoph Daum, ehemaliger Fußballtrainer von Bayer Leverkusen und fast Nationaltrainer:
„Man muss nicht immer die absolute Mehrheit haben, manchmal reichen auch 51 Prozent.“

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
ich möchte, dass Wittlich eine Stadt bleibt, in der man gerne lebt.
Eine Stadt, in der Familien eine Zukunft sehen.
Eine Stadt, in der junge Menschen Chancen bekommen.
Eine Stadt, in der sich ältere Menschen weiterhin zu Hause fühlen und Menschen egal welcher Kultur und Menschen mit Beeinträchtigung wohl fühlen können.
Eine Stadt, in der sich alle sicher fühlen.
Eine Stadt, die wirtschaftlich stark und zugleich menschlich bleibt.
Eine Stadt, die Tradition bewahrt und gleichzeitig offen für Neues ist.
Und eine Stadt, in der wir nicht ständig darüber reden, warum etwas nicht geht, sondern gemeinsam danach suchen, wie es gehen kann.
Dafür möchte ich meinen Beitrag leisten.
Aber ich kann und möchte das nicht alleine tun.
Ich lade Sie alle ein, diesen Weg mitzugehen.
Bringen Sie Ihre Ideen ein.
Helfen Sie mit, wenn Sie eine gute Idee haben.
Denn eine Stadt wird nicht durch ihre Verwaltung lebendig.
Eine Stadt wird durch ihre Bürgerinnen und Bürger lebendig.
Lassen Sie uns deshalb gemeinsam dafür sorgen, dass die negative Stimmung, die wir vielerorts erleben, nicht unsere Zukunft bestimmt.
Lassen Sie uns positiv nach vorne schauen.
Denn ich bin überzeugt:
Wittlich hat allen Grund, positiv in die Zukunft zu schauen.
In diesem Sinne möchte ich heute mein Amt antreten.
Mit großer Freude.
Mit Respekt vor der Aufgabe.
Mit offenem Ohr.
Mit viel Energie.
Und mit einer klaren Überzeugung:
Die Zukunft kommt nicht einfach auf uns zu. Wir müssen sie gestalten.
Lassen Sie uns das gemeinsam tun.
Ich freue mich auf die kommenden Jahre.
Bevor ich nun zum Ende und Sie zum Buffet und zum leckeren Kaltgetränk nach dem Motto, „Lassen Sie uns das Glas ganz voll machen“ kommen, möchte ich noch einigen Dank loswerden:
Zunächst bedanke ich mich bei
der Ersten Beigeordneten Elfriede Meurer für Ihr Engagement bei der Planung der heutigen Veranstaltung und für die Leitung dieser besonderen Stadtratssitzung,
Herrn Dr. Praeder, Herrn Landrat Hackethal, Herrn Bürgermeister Follmann, Herrn Petry, Herrn Oberbürgermeister Weigel und Herrn Müller für die Grußworte,
allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die heutige Veranstaltung seit Wochen geplant und organisiert haben,
und nochmal meiner Tochter Alina und Silke Freudenreich für die musikalische Untermalung meiner Amtseinführung.
Und vielen Dank Ihnen allen fürs Kommen und die Aufmerksamkeit.
Schließen will ich für heute mit dem legendären Trainer von Bayern München, Giovanni Trapattoni: Nicht
„Was erlauben Strunz“, sondern „Ich habe fertig“.