Stephanie Baumann

Trockenheit erhöht Gefahr im Wittlicher Stadtwald

Wittlich. Die Trockenheit der vergangenen Jahre hat viele Bäume im Wittlicher Stadtwald geschwächt. Dadurch steigt die Gefahr von herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen. Das Forstrevier bittet Waldbesucher deshalb um besondere Vorsicht – vor allem bei Hitze, Trockenheit und nach Extremwetter.

Bild: (Symbolbild) CanvaPro

Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Jahre setzt dem Stadtwald Wittlich zu. Viele Bäume sind durch den Wassermangel geschwächt. Damit steigt nach Angaben des Forstreviers auch die Gefahr von Astabbrüchen und umstürzenden Bäumen – teilweise ohne erkennbare Vorzeichen.
„Der Trockenstress schwächt die Vitalität unserer Bäume erheblich“, erklärt Revierleiter Mario Sprünker. Bei anhaltender Dürre könnten Wurzelwerk und Wasserversorgung die Baumkronen nicht mehr ausreichend versorgen. Die Folge seien unter anderem zunehmendes Kronentotholz und eine erhöhte Gefahr von Astabbrüchen, auch bei windstillem Wetter.
Geschwächte Bäume seien zudem anfälliger für Schädlinge wie Borkenkäfer und Eichenprachtkäfer sowie für Pilzbefall. Dadurch könne die Standfestigkeit beeinträchtigt werden, sodass Äste abbrechen oder ganze Bäume umstürzen können.

Aufenthalt im Wald auf eigene Gefahr
Für Waldbesucher gilt: Das Betreten des Waldes zu Erholungszwecken ist nach dem Landeswaldgesetz Rheinland-Pfalz grundsätzlich erlaubt, erfolgt jedoch auf eigene Gefahr. Nach dem Bundeswaldgesetz besteht insbesondere für waldtypische Gefahren wie herabfallende Äste, Totholz und umstürzende Bäume grundsätzlich keine Haftung des Waldbesitzers. Dies wurde auch vom Bundesgerichtshof bestätigt.
Eine vollständige Kontrolle der Gefahren ist für die Stadt Wittlich nach eigenen Angaben nicht möglich. Das Wegenetz des Stadtwaldes umfasst mehr als 120 Kilometer. Eine Verkehrssicherung entlang sämtlicher Wege würde zudem einen Bereich von jeweils zwei Baumlängen beiderseits der Wege betreffen.


Besondere Vorsicht bei Hitze und Extremwetter
Die Stadt bittet Waldbesucher deshalb um erhöhte Aufmerksamkeit. Insbesondere an heißen und trockenen Tagen sowie nach Extremwetterereignissen sollte der Aufenthalt unter sichtbar geschädigten oder abgestorbenen Bäumen vermieden werden. Bei stärkerem Wind sei besondere Vorsicht geboten. Außerdem sollten Wege möglichst nicht verlassen und Rastplätze bewusst ausgewählt werden.


Der Stadtwald bleibt als Erholungs- und Naturraum zugänglich. Gleichzeitig appelliert das Forstrevier an die Besucher, die veränderte Gefährdungslage ernst zu nehmen und sich entsprechend umsichtig zu verhalten.