Simone Wunder

Den Ulmener Wald mit offenem Auge betrachtet

Sehr interessant war die Wanderung des Eifelvereins Ulmen zum Thema „Wald“.

Sehr interessant war die Wanderung des Eifelvereins Ulmen zum Thema „Wald“.

Bild: privat

Ulmen. Zu einer Themenwanderung „Wald“ hatte der Eifelverein Ulmen eingeladen und zehn interessierte Frauen und Männer waren trotz hochsommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad der Einladung gefolgt, um an der vom Naturschutzwart Gerd Klees geführten etwa zehn Kilometer langen und leicht zu gehenden Wanderung teilzunehmen.
Zunächst gab Gerd Klees einen kurzen Überblick über die Themen, die er während der Wanderung zum Thema „Wald“ ansprechen und erläutern wollte. Er war rund 36 Jahre Ulmener Revierförster und er wollte unterwegs an verschiedenen Waldbildern die Zusammenhänge der Veränderungen in der Waldwirtschaft in den letzten Jahrzehnten erläutern.
So zeigte er anhand von neu angelegten Mischwaldanpflanzungen oder auch vom Eifelverein Ulmen und anderen Gruppen angelegten Streuobstwiesen, wie diese die Lebensgrundlage für viele Insekten- oder andere Tierarten bilden und viele andere wichtige Funktionen für die Natur anbieten würden. Er machte auch deutlich, dass in den Waldgebieten, in denen ehemals reine Fichtenbestände wuchsen, nun oft eine bunte Mischung aus Birken, Brombeeren, Eichen und anderen Gewächsen vorherrschen würden. Und natürlich seien dort auch verschiedene Arten von Ulmenbäumen gepflanzt – eigentlich unverzichtbar für den Ort Ulmen. „Hier bildet sich sozusagen ein Pionierwald – hochökologisch und besonders wertvoll für die heimische Natur“, so Gerd Klees, der auch darauf hinwies, dass Rheinland-Pfalz gemessen an seiner Größe das waldreichste Bundesland in Deutschland ist. Allein in der Gemarkung Ulmen gäbe es derzeit rund 288 Hektar Privatwaldbesitz.
An der Mais-Mühle im Ueßbachtal wurde dann eine kurze Trinkpause eingelegt. Dafür war der „Helfer“ Egon Zander gekommen, um gut gekühltes Mineralwasser zum Trinken anzubieten. Und er gab dabei auch einige Erläuterungen zu seinem Hobby – dem Fischfang –, die sehr interessant und wissenswert waren. Nach einem leichten Anstieg wurde dann nach rund zweieinhalb Stunden die Rothenbusch-Schutzhütte wieder erreicht und alle Teilnehmer/innen bedankten sich bei Gerd Klees für die Wanderung und seine guten Erläuterungen, die sicher das Allgemeinwissen zum Thema Wald erweitert haben. Zum Abschluss traf sich dann ein Teil der Gruppe noch zu im Gasthaus „Am Weiher“ zu einem gemütlichen Ausklang des Tages.