Mario Zender

Entsetzen in Altstrimmig – Toter Hund seit Tagen unter Plane vor Bauernhaus

Der Altstrimmiger Ortsbürgermeister Hans-Werner Peifer (68) zeigt sich empört über die Zustände. Seit Tagen liegt ein toter Hund vor einem Haus.

Der Altstrimmiger Ortsbürgermeister Hans-Werner Peifer (68) zeigt sich empört über die Zustände. Seit Tagen liegt ein toter Hund vor einem Haus.

Bild: Zender

Altstrimmig. In der Kirchstraße des kleinen Hunsrück-Ortes Altstrimmig herrschen Aufregung und Empörung: Seit mehreren Tagen liegt der Kadaver eines Huskys unter einer grünen Plane vor einem kleinen Bauernhaus. Das Tier war am Montag vom Veterinäramt Cochem im Haus des Besitzers sichergestellt worden – doch bis heute wurde es nicht von den zuständigen Mitarbeitern der Tierkörperbeseitigungsanlage abgeholt.
Bereits beim Auffinden im Haus bot sich den Behörden ein erschreckender Anblick. Der Hund lag direkt hinter der Haustür, aus seiner Schnauze lief Blut. Nun, Tage später, zeigt sich auch nach außen das Bild des Verfalls: Unter der Plane, mit der der Kadaver abgedeckt wurde, wölbt sich das Gewebe sichtbar nach oben – ein deutliches Zeichen der Verwesung.
Anwohner klagen über Gestank
Die Nachbarn sind entsetzt. „Es stinkt schon, und wir haben hier kleine Kinder, die jeden Tag vorbeilaufen“, sagt Maria Feith (35), die in unmittelbarer Nähe wohnt. Andere Anwohner berichten von wachsender Sorge, dass Ratten angelockt werden könnten.
Mehrfach vertröstet
Eigentlich hätte der Hund bereits am Mittwoch abgeholt werden sollen. Doch nach Angaben der Anwohner kam es immer wieder zu Ausreden und Verzögerungen. Zunächst hieß es, ein Mitarbeiter sei ausgefallen, später habe eine Betriebsversammlung den Transport verhindert. Selbst am Freitag lag das Tier weiterhin unter der Plane vor dem Haus. „Wir wurden schon zweimal vertröstet. Es reicht. Der Hund muss weg“, fasst eine Anwohnerin die Stimmung zusammen.
Ortsbürgermeister empört
Auch Ortsbürgermeister Hans-Werner Peifer (68) zeigt sich empört über die Zustände: „Das ist eine Zumutung. Hier bleibt nach einem Einsatz der Behörde ein toter Hund tagelang mitten im Ort liegen. Es geht um die Gesundheit der Bürger und auch um das Ansehen unseres Dorfes.“
Der Besitzer des Hauses, ein Fernfahrer, ist derzeit nicht vor Ort. Der Husky soll nach Angaben aus der Nachbarschaft einer Bekannten gehört haben und war bei der Gemeinde nicht angemeldet. Spaziergänger hatten das Tier in den vergangenen Monaten regelmäßig gesehen. In den Tagen vor seinem Tod soll es jedoch stark abgemagert gewirkt haben.
Forderung nach schneller Lösung
Der Ortsbürgermeister von Altstrimmig erwartet nun, dass unverzüglich gehandelt wird und der Kadaver beseitigt wird.

Weitere Nachrichten aus dem Kreis Cochem-Zell

UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen