

Fast fünf Jahre mussten die Astrid-Lindgren-Schule und die Schleidener Grundschule ohne eigene Sporthalle auskommen. Diese Zeit ist nun vorbei: Die Stadt Schleiden hat die ehemalige Zweifachturnhalle am Schulzentrum nach umfangreichem Umbau offiziell eröffnet. Gleichzeitig erhielt sie ihren neuen Namen »Mühlenberghalle Schleiden«.
»Die Eröffnung ist ein wichtiger Meilenstein im Kommunalen Wiederaufbau und in der Weiterentwicklung und Stärkung des Schulstandorts Schleiden«, sagte Bürgermeister Ingo Pfennings. Rund fünf Millionen Euro seien in die Sanierung und Erweiterung geflossen. Aus der früheren Turnhalle sei eine moderne Multifunktionshalle geworden, die neben dem Sport auch für schulische und gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt werden kann.
Dabei ging es nicht allein um die Beseitigung der Flutschäden, sondern auch um eine Modernisierung der Halle. Die Wiederherstellung wird vollständig aus dem Wiederaufbaufonds von Bund und Land Nordrhein-Westfalen finanziert. Die Kosten für zusätzliche Modernisierungsmaßnahmen trägt die Stadt Schleiden aus eigenen Mitteln. Der neue Name nimmt Bezug auf das Wohngebiet Mühlenberg. Der Stadtrat hatte die Namensgebung im Juli einstimmig beschlossen. Bei der Eröffnung wurde nun das entsprechende Schild enthüllt.
Besonders groß ist die Freude bei den beiden Schulen. Fast fünf Jahre lang mussten sie für den Sportunterricht unter anderem auf Sportstätten in Hellenthal und Vogelsang ausweichen. Die erforderlichen Fahrten sorgten für zusätzlichen organisatorischen Aufwand und kosteten Unterrichtszeit.
»Der Ausfall der Halle war für unsere Schule eine erhebliche Einschränkung«, sagt Wolfgang Schmitz, Schulleiter der Astrid-Lindgren-Schule.
Umso wichtiger sei es gewesen, die besonderen Bedürfnisse der Schüler bei Planung und Ausstattung der neuen Halle berücksichtigen zu können.
»Wir erhalten nicht einfach eine Sporthalle zurück, sondern einen wichtigen Teil unseres schulischen Lebens«, freut sich Schmitz. Neue Sport- und Spielgeräte bieten nun zeitgemäße Möglichkeiten für den Unterricht.
Auch Irene Königsfeld, Leiterin der Schleidener Grundschule, ist froh über die Rückkehr an den eigenen Standort. »Die Ausweichmöglichkeiten haben uns in der Übergangszeit geholfen, konnten jedoch eine Sporthalle direkt am Schulstandort nicht ersetzen.«
Die neue Ausstattung ermögliche einen vielseitigen Sportunterricht. Gleichzeitig könne die Halle künftig für Bewegungsangebote am Nachmittag, gemeinsame Projekte mit Vereinen und kulturelle Aufführungen genutzt werden.
Denn beim Wiederaufbau blieb es nicht bei einer reinen Sporthalle. Die Stadt ließ die Mühlenberghalle so gestalten, dass dort künftig neben Schul- und Vereinssport auch Schulfeste, Sportveranstaltungen, Theateraufführungen und Karnevalsveranstaltungen stattfinden können.
Eine ausklappbare Bühne gehört ebenso zur Ausstattung wie ein modernes Lichtkonzept.
Je nach Veranstaltungsform bietet die Halle Platz für rund 600 bis 700 Menschen. Sie kann zudem in zwei Bereiche geteilt werden.
Neue Umkleide- und Duschräume, barrierefreie Zugänge und zusätzliche Eingänge wurden ebenfalls geschaffen. Eine Photovoltaik-Anlage soll zu einem energieeffizienten Betrieb beitragen.
Damit erhält Schleiden nach den langen Einschränkungen nicht nur seine Sporthalle zurück. »Die Mühlenberghalle Schleiden soll künftig ein vielseitiger und lebendiger Ort für Schulen, Vereine und das gesamte gesellschaftliche Leben im Schleidener Stadtgebiet sein«, so Bürgermeister Ingo Pfennings.



