Asiatische Hornisse: Vorsicht bei Gartenarbeiten
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich in Deutschland weiter aus. Im Kreisgebiet Euskirchen ist die invasive Art mittlerweile flächendeckend verbreitet. Während im Jahr 2024 lediglich fünf Nester gemeldet wurden, waren es im Jahr 2025 bereits 80 gefundene Nester. Im Jahr 2026 (Stand: Ende September) wurden bereits 139 Nester der Asiatischen Hornisse gefunden und entfernt – die Zahl steigt.
Ursprünglich stammt die Asiatische Hornisse aus Südostasien. Seit einigen Jahren breitet sie sich zunehmend in Europa aus. Als invasive Art stellt sie eine Belastung für die heimische Insektenwelt dar, da sie sich zu einem großen Teil von Insekten, wie Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen ernährt. Auch die Honigbiene wird von ihr erbeutet. So übt die Art einen hohen Druck auf die heimische Insektenfauna, die Imkerei und die Landwirtschaft aus.
Wie auch die heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro), verhält sich die Asiatische Hornisse grundsätzlich friedlich und defensiv, reagiert aber sehr empfindlich auf Annäherung an ihr Nest.
Vorsicht bei Hecken- und Gehölzarbeiten
Im Spätsommer und Herbst befinden sich die Nester der Asiatischen Hornisse häufig in Baumkronen, Hecken, Sträuchern und dichtem Buschwerk, teilweise auch bodennah. Bei Heckenschnitten oder Baumfällungen kann es daher vorkommen, dass ein Nest der Asiatischen Hornisse unbeabsichtigt geöffnet oder beschädigt wird oder zum Absturz gebracht wird. Die Tiere reagieren dann äußerst aggressiv und können mehrfach stechen, was besonders für Allergiker gefährlich sein kann.
Vor Beginn von Gartenarbeiten sollten Hecken, Sträucher und Bäume sorgfältig auf eine auffällige Insektenaktivität überprüft werden. Das Ein- und Ausfliegen von Asiatischen Hornissen kann auf das Vorhandensein eines Nestes hinweisen. Bei Nestfunden oder einem Verdacht sollte sofort Abstand gehalten werden. Das mögliche Nest darf keinesfalls berührt oder eigenständig entfernt werden.
Bürger werden gebeten den Fund von Nestern an die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Euskirchen zu melden. Die Entfernung der Nester wird durch den Kreis organisiert und fachgerecht durchgeführt. Eigenmächtige Versuche, ein Nest zu beseitigen, sind gefährlich und sollten unbedingt unterlassen werden.
Die Asiatische Hornisse erkennen
Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die einheimische Europäische Hornisse. Sie ist bis auf einen auffällig gelb-orangenen Ring am Hinterleib schwarz gefärbt und ihre Beinenden sind hellgelb.
So melden Bürger des Kreises Euskirchen einen Nestfund der Asiatischen Hornisse richtig: Bitte die Beobachtung mit Foto, Fundort und Datum an neobiota@kreis-euskirchen.de senden oder das Online-Erfassungsformular im Neobiotaportal des LANUK NRW nutzen: https://neobiota.naturschutzinformationen.nrw.de/neobiota/de/fundpunkte/webformular

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