

Zur offiziellen Verkehrsfreigabe waren neben Landrat Markus Ramers und seinem Allgemeinen Vertreter Achim Blindert auch der Bad Münstereifeler Bürgermeister Sebastian Glatzel sowie weitere Vertreter aus Politik und Verwaltung gekommen – trotz Dauerregens.
»Eine gute Straßeninfrastruktur ist gerade in unseren ländlichen Regionen unverzichtbar. Mit der Erneuerung der K 56 haben wir nicht einfach nur eine Straße repariert, sondern nachhaltig in die Sicherheit und Mobilität der Menschen investiert«, betonte Landrat Markus Ramers. Gleichzeitig dankte er den Anwohnern für ihre Geduld während der Bauzeit, in der die Strecke vollständig gesperrt werden musste. Die Umleitungen hatten insbesondere in den umliegenden Ortschaften für zusätzliche Verkehrsbelastungen gesorgt.
Die Arbeiten, die von August 2025 bis Juli 2026 dauerten, umfassten weit mehr als die Erneuerung der Asphaltdecke. Die Fahrbahn wurde komplett neu aufgebaut. Besonders aufwendig war die Stabilisierung der talseitigen Straßenränder, wo sich der Untergrund in der Vergangenheit immer wieder abgesenkt hatte und Risse in der Fahrbahn entstanden waren.
»Die Straße hat uns in den vergangenen Jahren immer mal wieder beschäftigt«, erklärte Achim Blindert, Allgemeiner Vertreter des Landrats, bei der Verkehrsfreigabe. Um die Strecke dauerhaft zu sichern, musste der Untergrund stellenweise bis in drei Meter Tiefe stabilisiert werden.
Dabei kam erstmals ein sogenanntes Hydrozementationsverfahren zum Einsatz. Hierbei wird der vorhandene Boden mit Zement vermischt und dadurch verfestigt. Das hat nicht nur Vorteile für die Stabilität der Straße, sondern auch für die Umwelt. Nach Angaben von Blindert konnten durch das Verfahren mehr als 6.000 Kubikmeter Bodenmaterial vor Ort verbleiben, das andernfalls hätte abtransportiert und ersetzt werden müssen. Dadurch wurden zahlreiche Lastwagenfahrten eingespart.
Auch bei den Bordsteinen setzte der Kreis auf eine besondere Technik: Diese wurden nicht einzeln von Hand gesetzt, sondern mithilfe einer speziellen Maschine hergestellt. Das habe zur Beschleunigung der Bauarbeiten beigetragen, erläuterte Blindert.
Im Zuge der Sanierung wurde zudem die Straßenentwässerung erneuert, damit Regenwasser künftig zuverlässig abfließen kann. Neue Schutzplanken erhöhen die Verkehrssicherheit. In einigen Abschnitten wurden darüber hinaus zusätzliche Schutzeinrichtungen für Motorradfahrer installiert, um das Verletzungsrisiko bei Unfällen zu verringern.




