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Erst Gruselspaß, dann große Spende

Kommern: 3.000 Euro für die Mechernich-Stiftung: Die Benefizaktion auf der Geister-Rodelbahn im Erlebnispark Eifeltor wurde zum vollen Erfolg. Der Betreiber Roland Barth stockte Tageseinnahmen großzügig auf.
Schub für die Mechernich-Stiftung: Klaus Voussem (v.l.), Markus Ramers, Ralf Claßen und Michael Fingel schieben Roland Barth für den guten Zweck an. Die Benefizaktion auf der Geister-Rodelbahn brachte stolze 3.000 Euro ein.

Schub für die Mechernich-Stiftung: Klaus Voussem (v.l.), Markus Ramers, Ralf Claßen und Michael Fingel schieben Roland Barth für den guten Zweck an. Die Benefizaktion auf der Geister-Rodelbahn brachte stolze 3.000 Euro ein.

Bild: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Am Anfang ging es noch gemütlich zu, am Abend war auf der Geister-Rodelbahn im Erlebnispark Eifeltor schließlich die Hölle los. Bei der Benefizaktion für die Mechernich-Stiftung kamen 3000 Euro zusammen, auch dank einer persönlichen Aufstockung durch die Betreiberfamilie Barth/Kipp. Betreiber Roland Barth hatte die Tageseinnahmen der Sommerrodelbahn am letzten Schultag vor den Herbstferien zur Verfügung gestellt und sich prominente Unterstützung an die Kasse geholt.

Ab 15 Uhr übernahm Bürgermeister Michael Fingel die erste Schicht, der Andrang hielt sich zunächst in Grenzen. Eine niederländische Familie gehörte zu den ersten Kunden, und schon musste das Stadtoberhaupt seine Englischkenntnisse unter Beweis stellen. »Tatsächlich war die erste Eisbestellung die größte Herausforderung«, gestand Fingel schmunzelnd.

Auch Landrat Markus Ramers, Landtagsabgeordneter Klaus Voussem und Ralf Claßen, Vorsitzender der Mechernich-Stiftung, verkauften Fahrkarten. Ramers musste gleich eine Reklamation klären: Zwei Personen wollten gemeinsam in einem Schlitten fahren, doch ab einer Körpergröße von 1,40 Metern ist ein eigener Schlitten vorgeschrieben. »Das war nicht ganz so einfach, aber da haben wir natürlich unser ganzes diplomatisches Geschick genutzt«, berichtete er lachend. Voussem konnte anschließend vermelden: »Nur noch zufriedene Kunden!«

Mit Einbruch der Dunkelheit kamen die Gruselfiguren, Skelette und schaurigen Gestalten entlang der Bahn erst richtig zur Geltung. Vor der Kasse bildeten sich lange Schlangen. Auch Claßen ließ sich eine Fahrt nicht nehmen: »Die Bahn war super.« Über die Hilfsbereitschaft des Betreibers freute er sich besonders: »Geben und Nehmen – so funktioniert eine gute Gemeinschaft.«

Für Barth war die Aktion mehr als eine Spende, denn manche Unternehmer hätten die Stiftung bislang gar nicht gekannt. Ob die Geister-Rodelbahn auch im kommenden Jahr wieder Halloween-Stimmung verbreitet, ist noch offen. »Wenn das so weitergeht, werden wir nächstes Jahr noch ein paar Geschütze mehr auffahren müssen«, kündigte er an.

Die Geister-Rodelbahn ist noch bis Sonntag, 1. November, geöffnet und geht am Montag, 2. November, in die Winterpause. Weitere Infos: www.eifeltor-erlebnispark.de.