Frederik Scholl

Geburt in Wohlfühl-Atmosphäre

Mechernich. Nach knapp vier Monaten Umbau präsentiert sich der Kreißsaal des Kreiskrankenhauses Mechernich modernisiert und technisch auf dem neuesten Stand. Rund 300.000 Euro wurden in helle und freundliche Räume, neue Medizintechnik und zusätzliche Möglichkeiten zur Überwachung und Versorgung von Mutter und Kind investiert.

Badewanne, beruhigende Bildmotive und helle Farbtöne: Hebamme Linda Göser, Chefärztin Tatjana Klug und kkhm-Geschäftsführer Martin Milde präsentieren stolz den neuen Kreißsaal.

Badewanne, beruhigende Bildmotive und helle Farbtöne: Hebamme Linda Göser, Chefärztin Tatjana Klug und kkhm-Geschäftsführer Martin Milde präsentieren stolz den neuen Kreißsaal.

Bild: KerstinRottland/pp/AgenturProfiPress

»Wo soll unser Baby zur Welt kommen?« – Für werdende Eltern ist das eine – wenn nicht gar die – entscheidende Frage. Neben guter Erreichbarkeit, und der Anzahl der Hebammen spielt die Klinik-Ausstattung eine wichtige Rolle. – Aber auch das Bauchgefühl muss stimmen. Wirkt der Kreißsaal modern und komfortabel, und das Equipment sieht neu aus, wächst das Vertrauen in die Klinik. Klar: Wer die Wahl hat, begibt sich zur Entbindung eher dorthin, wo die Räume hell und freundlich wirken.

In dieser Hinsicht hat die Station für Geburtshilfe in Mechernich seit dieser Woche deutlich aufgeholt. Der Kreißsaal des Krankenhauses präsentiert sich nach nur knapp vier Monaten Bauzeit in neuem Glanz. Die seit 2001 genutzten Räumlichkeiten im ersten Stock wurden seit April umfassend renoviert und technisch auf den neusten Stand gebracht, so dass werdende Eltern dort künftig von allerlei Vorteilen profitieren können.

Unter anderem steht die Geburtsbadewanne nun direkt in einem der Entbindungszimmer, in dem es jetzt auch eine Toilette gibt. Unmittelbar nebenan wurde ein sogenanntes »Arztzimmer« eingerichtet, inklusive technisch vollausgestattetem Kinderbettchen, in dem das Neugeborene bei Komplikationen umgehend beatmet, gewärmt und behandelt werden kann. »Darin wird das Baby sofort automatisch gewogen«, erklärt Chefärztin Dr. Tatjana Klug, »damit wir bei der Berechnung der richtigen Dosierung für die Infusion keine Sekunde Zeit verlieren«.

Zentrale Wehenüberwachung

Nach der Renovierung ist nun auch die zentrale Überwachung der Wehen möglich, und zwar 24 Stunden lang, sieben Tage die Woche – sprich: Die Gebärende und ihr Nachwuchs sind keine Sekunde allein.

Im Schnitt kommen im Kreiskrankenhaus rund 1000 Kinder jährlich auf die Welt. Damit Neugeborene und ihre Familien es dort künftig noch schicker haben und sich besser aufgehoben fühlen, hat die Kreiskrankenhaus GmbH 300.000 Euro in die Renovierung investiert. Die frühere Holzoptik plus Gelb und Blau ist Vergangenheit, dafür dominieren nun schlichtes Weiß und zarte Grautöne. »Mit der Modernisierung haben wir einen hellen und freundlichen Kreißsaal geschaffen, in dem Familien sich geborgen fühlen und gleichzeitig auf eine Versorgung auf höchstem Niveau vertrauen können«, betont kkhm-Geschäftsführer Martin Milde bei der Präsentation der neu gestalteten Räumlichkeiten. Besonders wichtig sei der Krankenhausleitung gewesen, die Menschen an der Renovierung zu beteiligen, die in den Räumen beschäftigt sind. »Dafür danke ich vor allem unserer Chefärztin und ihrem Team.«

20 Hebammen arbeiten rund um die Uhr

Auf Frühgeburten ist man in Mechernich weiterhin gut vorbereitet. »Ab der vollendeten 32. Schwangerschaftswoche können Frühchen bei uns behandelt werden«, unterstreicht Dr. Tatjana Klug, der es gelungen ist, ihr Team von 13 auf 20 Hebammen aufzustocken. »Die Kinder-Intensiv-Station ist direkt nebenan. Sicherheit rund um die Geburt ist für uns entscheidend.« Neben drei regulären Kreißsälen stehen nun zwei zusätzliche Beobachtungszimmer zur Verfügung, wodurch bei Bedarf bis zu fünf Entbindungen gleichzeitig begleitet werden können.

Alle fünf Räume sind gleich hell und modern ausgestattet. Quadratische Deckenleuchten erwecken den Eindruck natürlichen Lichts und auch die gelben Vorhänge mussten im Sinne der cleanen Optik weichen.

Hebamme Linda Göser, die seit zwei Jahren im Kreiskrankenhaus Mechernich angestellt ist, gefällt ihr Arbeitsplatz jetzt jedenfalls noch viel besser: »Ich könnte mir vorstellen, dass künftig viele junge Kolleginnen Lust haben, unter diesen moderneren Bedingungen hier bei uns zu arbeiten.« – In Zeiten von akutem Hebammen-Mangel wäre das mehr als wünschenswert.