

»Wir freuen uns sehr, dass dieses Projekt so vorbildlich umgesetzt werden konnte«, sagte Bürgermeister Sacha Reichelt bei der Übergabe. Tatsächlich wurde der Neubau knapp sechs Monate früher fertig als vorgesehen, die Kosten blieben mit rund 59 Millionen Euro im geplanten Rahmen.
Reichelt hob in seiner Ansprache vor Gästen aus Politik, Verwaltung und Bauwirtschaft die Dimension des Projekts hervor: »Wir haben hier wirklich ein Wahnsinnsprojekt auf die Beine Gestellt, das viele Jahre an Vorlauf in Anspruch genommen hat.« Der Neubau sei mehr als nur ein Verwaltungsgebäude – er markiere den Startschuss für die Entwicklung der City Süd. Reichelt würdigte auch seinen Vorgänger Dr. Uwe Friedl für die »enorme Vorarbeit«, die bereits während dessen Amtszeit geleistet worden war.
Großes Lob gab es auch die Zusammenarbeit mit der ausführenden Baufirma Depenbrock. Maßgeblich für die schnelle Realisierung war, dass Depenbrock die Planung und Errichtung dieses zentralen kommunalen Bauvorhabens als Totalunternehmer abwickeln konnte. »Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit und dass der Bau schneller abgeschlossen war, als wir erwartet haben«, sagte der Bürgermeister.
Wolfgang Honecker, Technischer Beigeordneter der Stadt Euskirchen, sprach von einer »Erfolgsgeschichte«. Das das Gebäude schneller fertig geworden war, als geplant und dass auch die Kosten im geplanten Umfang gebelieben sind, sei bei Bauprojekten in dieser Größenordnung heutzutage keineswegs selbstverständlich. Als entscheidend für den Erfolg nannte Honecker die intensive Vorbereitung und die enge Abstimmung aller Beteiligten: »Aber was ist das Erfolgsrezept? Eine sorgfältige Vorbereitung, das konstruktive Ringen nach der besten Lösung, guter Wille aller Beteiligen und wie immer eine gute Portion Glück beim Zusammenspiel aller Akteure sind die Antwort«. Auch Honecker hatte das Engagement seines früh verstorbenen Vorgängers, Oliver Knaup, gewürdigt.
Auch seitens des Bauunternehmens wurde die Zusammenarbeit hervorgehoben. Depenbrock-Geschäftsführer Markus Kellner erklärte: »Große Dinge entstehen nicht und nie durch Einzelpersonen, sondern nur durch ein Team.« Das Rathaus sei ein Beispiel dafür, wie Planung und Bau aus einer Hand erfolgreich umgesetzt werden können.
Der Neubau soll künftig nicht nur als moderner Verwaltungssitz dienen, sondern auch als offener Ort für die Bürger. Transparenz und Zugänglichkeit seien bewusst Teil des architektonischen Konzepts. Gleichzeitig wird das Gebäude an das neue Fernwärmenetz der e-regio angeschlossen und erfüllt hohe energetische Standards.
Der Umzug der Verwaltung läuft bereits. Bis Dienstag, 7. April, bleiben alle Dienststellen der Stadt Euskirchen geschlossen (ausgenommen sind die Kindertagesstätten, der Stadtbetrieb Technische Dienste und die Feuerwache). Ab Mittwoch, 8. April sind alle Dienststellen im neuen Gebäude »An der Vogelrute 1« erreichbar.




