Jutta Kruft

Biergeschichten und mehr

Der Vortrag über die Mendiger Brauhistorie durfte natürlich nicht ohne Kostproben bleiben.

Der Vortrag über die Mendiger Brauhistorie durfte natürlich nicht ohne Kostproben bleiben.

Bild: Stefan Pauly/VG-Verwaltung Mendig

Mendig. Bevor es in die Sommerpause ging, stand bei der Veranstaltungsreihe „Einfach mal was Schönes…“ der Gerstensaft im Mittelpunkt. Im „Haus der Familie in der Obermendiger Molkereistraße führte Heinz Lempertz unterhaltsam und informativ durch die Mendiger Braugeschichte. Es war übrigens kein „trockener“ Vortrag, denn zur Historie gab es auch eine Bier-Verkostung. Als „Kellner“ hatte Heinz Lempertz seinen Sohn Jörg, Bürgermeister VG Mendig, Andrea Roggenfelder vom „Haus der Familie“ und Wolfgang Kostka von der Kulturgemeinschaft Albertinum verpflichtet.
„Normalerweise stehen bei einer Bierverkostung zwölf Biere auf dem Prüfstand. Heute gibt es aber nur alkoholfreie Biere und nur eines mit Alkohol“, erklärte Lempertz ob der tropischen Temperaturen. Aber vor dem kühlen Trunk gab es noch jede Menge Informationen, rund um die Biergeschichte im Allgemeinen und die Mendiger Braugeschichte im Speziellen, die 1842 mit der Herrenhuter Brüdergemeine aus Neuwied Fahrt aufnahm und in der Spitze 28 Brauereien in der Vulkanstadt beheimatete. „Bei 2.800 Einwohnern war das schon enorm, denn auf jeweils 100 Einwohner kam eine Brauerei“, rechnete der Bierexperte vor. Grund waren natürlich die 30 Meter tiefen Lavakeller, die auch im Sommer eine Kühlung des Bieres ermöglichten. Lempertz gelang es sein Publikum in ein Stück Heimatgeschichte mitzunehmen, die mit der Erfindung der Kühlmaschine ihren Höhepunkt überschritten hatte.
„Einfach mal was Schönes…“ ist ein Angebot des „Haus der Familie“ in Kooperation mit der Seniorenbeauftragten der Verbandsgemeinde Mendig für Seniorinnen, Senioren und Junggebliebene 60 . „Ein gemeinsamer Nachmittag – kombiniert mit einem kurzweiligen Angebot verspricht Unterhaltung und jede Menge Lebensfreude. Die Veranstaltungsreihe hat sich dementsprechend in den vergangenen drei Jahren absolut etabliert. Mein Dank gilt allen, die, die Reihe auf den Weg gebracht haben“, so Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig, in seiner Begrüßung. 
Die weiteren „Einfach mal was Schönes…“-Angebote im Jahr 2026 – jeweils 15 bis 18 Uhr:
22. September: „Herbstzauber“ (Workshop in „Cimiotti‘s Garten“)
27. Oktober: Döppekooche-Essen im Obermendiger Pfarrsaal
24. November: „Hänsel und Gretel“ (Lebkuchenhaus basteln)
Alle Angebote sind kostenfrei. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert vom rheinland-pfälzischen Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung. Das „Haus der Familie“ ist barrierefrei.