Jutta Kruft

Energiewende in der Praxis

Direkter Austausch statt reiner Theorie: Bei der Marktpartnerveranstaltung der Energienetze Mittelrhein nutzten Fachbetriebe aus der Region die Gelegenheit, ihre Fragen mit den Fachleuten vor Ort zu besprechen.

Direkter Austausch statt reiner Theorie: Bei der Marktpartnerveranstaltung der Energienetze Mittelrhein nutzten Fachbetriebe aus der Region die Gelegenheit, ihre Fragen mit den Fachleuten vor Ort zu besprechen.

Bild: Lunnebach Media

Mayen-Koblenz. Die Energiewende verändert nicht nur die Netze, sondern auch den Arbeitsalltag von Fachbetrieben. Neue technische Regeln, intelligente Messsysteme, Wärmepumpen und steuerbare Verbrauchseinrichtungen bringen neue Anforderungen mit sich. Genau hier setzte die Infoveranstaltung für Strom- und Gas-Fachbetriebe der Energienetze Mittelrhein (enm), der Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein, an: Rund 150 Teilnehmende informierten sich über aktuelle Entwicklungen und nutzten vor allem die Gelegenheit, ihre Fragen direkt mit den Fachleuten vor Ort zu besprechen.
Die enm hatte die Veranstaltung in diesem Jahr neu konzipiert. Statt ausschließlich auf Fachvorträge zu setzen, ergänzte sie das Programm erstmals um einen Messebereich. Von 9 bis 17 Uhr standen dort Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus verschiedenen Fachbereichen für Gespräche bereit. „Wir wollten bewusst mehr Raum für den persönlichen Austausch schaffen“, erklärt Stefan Müller, Ansprechpartner der Installateure und Fachbereichsleiter im Messwesen bei der enm. „Die Fachbetriebe stehen täglich vor ganz konkreten technischen Fragestellungen. Deshalb war uns wichtig, nicht nur über Anforderungen zu informieren, sondern sie gemeinsam an praktischen Beispielen zu erläutern und Fragen direkt zu klären.“
Technik zum Anschauen und Anfassen
An den Messeständen drehte sich alles um Themen, die Elektro- und SHK-Fachbetriebe in ihrer täglichen Arbeit beschäftigen. Fachleute aus dem Messwesen informierten über Anforderungen im Strom- und Gas-Bereich. Dabei wurde Technik nicht nur erklärt, sondern auch gezeigt. An konkreten Exponaten konnten sich die Teilnehmenden beispielsweise darüber informieren, welche Anforderungen an Zählerschränke gestellt werden und wie technische Lösungen in der Praxis aussehen können. Individuelle Fragestellungen ließen sich so direkt mit den zuständigen Fachleuten besprechen.
„Die Anforderungen an Netze, Technik und Fachbetriebe entwickeln sich derzeit rasant weiter. Umso wichtiger ist ein guter und direkter Draht zwischen uns als Netzbetreiber und den Fachbetrieben“, sagt Müller. „Die vielen Gespräche und Fragen haben gezeigt, wie wertvoll dieser persönliche Austausch für beide Seiten ist.“
Die positive Resonanz bestärkt die enm in ihrem Ansatz, den Dialog mit den Fachbetrieben weiter zu stärken. Denn bei vielen Herausforderungen der Energiewende zeigt sich gerade in der praktischen Umsetzung: Am besten entstehen Lösungen dort, wo Netzbetreiber und Fachbetriebe miteinander ins Gespräch kommen.