Jutta Kruft

Kaum Bewegung am Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Koblenz ist laut Agentur für Arbeit leicht gestiegen: Ende Februar zählten die Statistiker in der Stadt 4.590 arbeitslose Männer und Frauen, 21 mehr als im Januar und 250 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lie

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für Februar vor. (Symbolfoto)

Bild: Agentur für Arbeit

Mayen-Koblenz.  Im Landkreis Mayen-Koblenz ging die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 54 Personen leicht zurück. Es waren 5.086 Menschen arbeitslos gemeldet, 8 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 4,3 Prozent, der gleiche Stand wurde bereits im Februar 2025 verzeichnet.
Alles in allem folge man in und um Koblenz damit dem üblichen Saisonverlauf und die Frühjahrsbelebung beginne ganz zart, erklärt Stefanie Adam, Leiterin der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. „Allerdings bewegt sich die Arbeitslosigkeit schon seit Längerem auf einem deutlich höheren Niveau, dies setzt sich auch in diesem Monat im Vergleich zum Vorjahr fort.“ Etwas anders zeigt es sich im Landkreis Mayen-Koblenz, wo die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich sogar leicht rückläufig ist. Der Landkreis Mayen-Koblenz ist damit die einzige Region im Agenturbezirk, in der die Arbeitslosigkeit verglichen mit dem Februar vor einem Jahr zurückgegangen ist.
Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen 248 zusätzliche Stellenangebote aus der Stadt gemeldet, 28 weniger als im Vormonat und 50 weniger als im Februar des letzten Jahres. Aus dem Kreis MYK wurden 235 offene Stellen angezeigt, das sind 50 mehr als im Januar, aber 28 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt registriert die Arbeitsagentur in Stadt und Landkreis damit knapp 2.500 Stellenangebote. Verglichen zum Vorjahr ist der Bestand an freien Stellen jedoch geringer. Das zeigt, dass viele Unternehmen in der Region mit Neueinstellungen eher zurückhaltend sind.
Auch bei der Veröffentlichung von Ausbildungsstellen sind Arbeitgeber eher zögerlich (Zahlen zum Ausbildungsmarkt veröffentlicht die Agentur für Arbeit im Monat März). Adam macht deutlich, wer heute in seine Nachwuchskräfte investiere, sichere sich morgen seine Fachkräfte. „Ausbildung ist der nachhaltigste Weg, dem Fachkräftemangel zu begegnen und das eigene Unternehmen innovativ, resilient und erfolgreich für die kommenden Jahre aufzustellen“, so Adam und appelliert damit an Arbeitgeber, freie Stellen bei der Agentur für Arbeit zu registrieren.
Arbeitgeber können ihre freien Ausbildungsplätze beim Arbeitgeber-Service melden und erhalten so Unterstützung bei der Suche nach passenden Ausbildungswilligen. Der Arbeitgeber-Service berät aktiv auch zu alternativen Besetzungsmöglichkeiten, wenn auf den ersten Blick nicht die passenden Bewerbungen dabei sind.
Auch die Ausbildungsmesse Azubispots, die die Agentur für Arbeit am 9.6.2026 gemeinsam mit den Partnern Industrie- und Handelskammer und Handwerkskammer am Deutschen Eck in Koblenz veranstaltet, bietet eine gute Gelegenheit mit künftigen Nachwuchskräften ins Gespräch zu kommen. Die Anmeldung, um als Aussteller dabei zu sein, ist noch unter folgendem Link möglich: www.azubispots.de

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