Simone Wunder

Mayens Niederlagenserie geht weiter

Ausgerechnet beim Tabellenletzten HSV Neuwied setze es für die Schützlinge von Damir Mrkalj (Bild) eine 1:3-Niederlage.

Ausgerechnet beim Tabellenletzten HSV Neuwied setze es für die Schützlinge von Damir Mrkalj (Bild) eine 1:3-Niederlage.

Bild: Peter Hürter

Mayen/Mendig/Gering. TuS Immendorf : TuS Mayen 3:0 (1:0) 
Der TuS Mayen hat auch sein Auswärtsspiel in Immendorf verloren. Vor 165 Zuschauer am »Dörnchen« verloren die Schwarz-Weißen 0:3 (0:1).
Es ging denkbar schlecht los für den Aufsteiger aus der Eifel. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt als Immendorf in Führung ging. Robin Reichert hatte einen Fernschuss unhaltbar abgefälscht. Danach hielten die Mayener die Partie offen. Die größte Chance zum Ausgleich vergab Artur Kurogjan, der Moritz Weißenborn mit seinem Kopfball zu einer Glanzparade zwang. »Das war schade. Der Ausgleich wäre nicht unverdient gewesen«, so Mayens Sportlicher Leiter Nico Foroutan.
Mayens Trainer Marc Steil: »In der Halbzeit haben wir viele Dinge angesprochen. Wir hatten vieles richtig gemacht und wollten dran bleiben.« Immendorf setzte die Mayener zu Beginn der zweiten Hälfte mit einigen Standardsituationen unter Druck. Und eine davon führte in der 52. Minute zum 2:0. Mattis Thörners Freistoß schlug im Winkel des Mayener Tores ein. Foroutan: »Für die Psyche natürlich Gift, dieser schnelle zweite Treffer.« Das Tor beflügelte Immendorf, die fortan sehr dominant auftraten. Steil: »Trotzdem hätten wir durch besseres Umschalt-spiel nochmal ran kommen können.« Spätestens mit dem 3:0 (75.), Torschütze war wiederum der agile Robin Reichert, war der Drops gelutscht.
Steil: »Es war eine Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche. Was die Abwehrarbeit angeht kann ich der Mannschaft wenig vorwerfen.«
Immendorfs Trainer Marvin Schenk zeigte sich zufrieden. »Ein verdienter Sieg. Hinten haben wir kaum was zugelassen, vorne haben wir genug Chancen rausgespielt, hätten durchaus höher gewinnen können. Die bisherige Saison ist sehr erfolgreich für uns.«
Nico Foroutan blickte nach der neunten Niederlage im zehnten Spiel nach vorne. »Wir müssen realistisch sein. Derzeit ist diese Liga für uns einen Tick zu stark. Darum müssen wir in beide Richtungen planen.«
Am 10. Oktober empfängt der TuS zum Lukasmarktauftakt den FV Morbach. Anstoß im Nettetal ist um 17 Uhr.
 
HSV Neuwied : SV Eintracht Mendig 3:1 (1:1)
Enttäuscht war Mendigs Trainer Damir Mrkalj nach der 3:1-Niederlage beim HSV Neuwied. »Die waren vor dem Spiel Tabellenletzter«, seufzte Mrkalj, »da hätten wir uns mit einem Sieg oben festsetzen können.«
Mendig hatte auf dem seifigen Rasenplatz einen ordentlichen Start, allerdings machte sich früh bemerkbar, dass dem Rheinlandligaabsteiger das Durchsetzungsvermögen fehlte. »Wir konnten uns nicht im Eins-zu-Eins-Spiel durchsetzen, dass Spiel über die Flügel klappte überhaupt nicht«, bemängelte der Spielertrainer. Bis zur 39. Minute war es vor 100 Zuschauern ein chancenarmes Spiel, dann aber sollten Tore fallen. Nach einer Ecke der Neuwieder prallte der Ball an den Pfosten. Robin Rohr verlängerte den Ball unglücklich zum 1:0 für die Deichstädter. Kurz vor der Halbzeit glich Mendig aus. Über Alexej Eberhardt und Mrkalj ging der Ball zu Joel Maas. Den ersten Versuch hielt Jan Lück. Der Ball prallte hoch, sodass Maas den Ball im zweiten Versuch über die Linie drückte. Dabei wurde der junge Mendiger unglücklich von Lück getroffen und musste zur Halbzeit ausgewechselt werden.
Die Vulkanstädter kamen gut ins Spiel, hatten das Momentum und gingen trotzdem in Rückstand. Nico Fogolin flutschte der Ball nach einer scharf geschossenen Ecke durch die Hände. Christof Fink stand goldrichtig und staubte zum 2:1 (54.) ab. Mrkalj: »Das war natürlich bitter zu dem Zeitpunkt.« Sechs Minuten später gar das 3:1 des HSV Neuwied durch Sascha Kaiser. Es roch nach dem ersten Saisonsieg des letztjährigen Aufsteigers.
Mendig versuchte es nochmal, war aber nicht mehr in der Lage für ausreichend Druck zu sorgen. Dazu musste man Brice Mitel verletzungsbedingt auswechseln und auch Mrkalj war nach seiner langwierigen Verletzung mit den Kräften am Ende, sodass man am Ende ohne Punkte die Heimreise antreten musste. 
Das nächste Spiel: Samstag, 10. Oktober, um 17.30 Uhr, gegen BW Binningen.
 
FC RW Koblenz II : SG Maifeld-Elztal 4:0 (1:0)
Durch die 0:4-Niederlage ist die SG Maifeld-Elztal auf den vorletzten Platz abgerutscht. Dennoch war Daniel Fischer vom Spiel seiner Mannschaft nicht enttäuscht und lieferte die Erklärung gleich nach. »Während wir auch heute auf sechs Stammspieler verzichten mussten, hatte sich Rot-Weiß mit einigen Spielern aus der Oberligamannschaft sowie U19 Spielern verstärkt. Von der eigenen Mannschaft waren dann gerade mal drei, vier Mann übrig. Der Linksverteidiger gegen uns spielte im letzten Jahr noch in der niederländischen 2. Liga.«
Lange konnte die SG ME das Spiel offen halten, lag zur Pause durch ein Strafstoßtor von Jan Heinrich 1:0 zurück.
Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Gäste zwei Riesenchancen. Leonard Groß (50.) und Marcel Günther (53.) vergaben das mögliche 1:1.
Paul Ulrich sorgte in der 66. Minute mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. In der Nachspielzeit legte Koblenz gegen aufgerückte Gäste nach. Erst traf Jakob Stracke (90. 1), zwei Minuten später sorgte Leon Gietzen für den 4:0-Endstand.
Zwei späte Tore die Fischer ärgerten. »Auf dem Papier steht 4:0, also eine klare Niederlage. Für mich war es die beste Leistung meiner Jungs seit Wochen.«
Die SG Maifeld-Elztal ist am kommenden Wochenende spielfrei.