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Mehr als die bloße Pflicht getan

Wer den ehrenamtlichen Einsatz von Hans-Toni Dickers (78) in Worte fassen will, der braucht schon ein bisschen Zeit, denn der Kobern-Gondorfer hat "mehr getan als seine bloße Pflicht".
Ehre, wem Ehre gebührt (von links): Wolfgang Treis, Präsident SGD Nord, Bruno Seibeld, Bürgermeister VG Rhein-Mosel, Hans-Toni Dickers, Ingrid Dickers, Gerd Straus, Kuratorium für Heimatforschung und -pflege, und Jörg Johann, 1. Beigeordneter Kobern-Gondorf.

Ehre, wem Ehre gebührt (von links): Wolfgang Treis, Präsident SGD Nord, Bruno Seibeld, Bürgermeister VG Rhein-Mosel, Hans-Toni Dickers, Ingrid Dickers, Gerd Straus, Kuratorium für Heimatforschung und -pflege, und Jörg Johann, 1. Beigeordneter Kobern-Gondorf.

Dass Hans-Toni Dickers das Bundesverdienstkreuz – genauer das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland – verliehen bekommen hat, kann bei seiner Vita nicht überraschen. "Was Sie geleistet haben, ist mit Geld nicht zu bezahlen, es soll aber nicht unbelohnt bleiben", führte Wolfgang Treis, Präsident der SGD Nord, in die Ordensverleihung ein, die er in Vertretung des Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier und im Namen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer durchführte. Hans-Toni Dickers hat seine Spuren in der Heimatforschung, in der deutsch-französischen Freundschaft, beim Kinderschutzbund, in der Kommunalpolitik, als Personalrat, Steuer-Gewerkschafter und nicht zuletzt im Sport hinterlassen – und das über Jahrzehnte in verantwortlichen Positionen. "Als sich ein Ministeriumsmitarbeiter aus Mainz gemeldet und die Ehrung angekündigt hat, habe ich mir erst einmal dessen Telefonnummer aufgeschrieben und zurückgerufen. Ich wusste ja nicht, ob es ein Scherz war", schmunzelte Dickers. "Allerdings war vieles, was ich gemacht habe, ohne die Mannschaft drumherum und das Verständnis meiner Frau nicht möglich. Das Wir stand immer im Vordergrund", gab er die lobenden Worte direkt weiter. Impulsgeber für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes war sein Mitstreiter im Kuratorium für Heimatforschung und -pflege, Gerd Straus, der Dickers‘ Verdienste, der jahrzehntelang Vorsitzender dieser Institution ist, von der Restaurierung des "Golorings" und den Einsatz für den Erhalt der Kulturgeschichte des Moselortes in Form von Präsentationen und Führungen hervorhob. Mit Blick auf die jüngere Vergangenheit war das auch die 1979 begründete Partnerschaft mit Corbigny in Frankreich. Dickers hat den rund 600 Kilometer langen Weg in die Partnergemeinde sogar dreimal mit dem Fahrrad zurückgelegt. Sportlichkeit, die er auch als Handballer und Trainer des SV Untermosel zeigte. Und Dickers war auch in der Deutschen Lebensrettungs Gesellschaft (DLRG) engagiert – mehr als 20 Jahre als Vorsitzender der örtlichen Gruppe. Er lernte hunderte Menschen das Schwimmen und bildete Rettungsschwimmer aus. Zudem ist er seit über 50 Jahren Mitglied der CDU, für die er sich in der Kommunalpolitik einsetzte. Auch heute gelte im Ort noch, dass man schnell einmal den Toni anrufen könne, wenn man in Kobern-Gondorf etwas bewegen wolle, lobte Jörg Johann, 1. Beigeordneter der Moselgemeinde, den Geehrten, denn der würde helfen.  Foto: Pauly


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