Jutta Kruft

Skandalspiel in Mayen

SV Eintracht Mendig : VfB Wissen 4:4 (4:1)   Nach dem enttäuschenden 4:4- Unentschieden gegen den VfB Wissen steht Eintracht Mendig als Absteiger fest. Dabei starteten die Mendiger mit einem wahren Sturmlauf gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten. Brice

TuS Mayen erzeilte ein 2:2-Untentschieden gegen Anadolu Spor Koblenz.

Bild: Peter Seydel

Mendig/Mayen. SV Eintracht Mendig : VfB Wissen 4:4 (4:1)
Nach dem enttäuschenden 4:4-Unentschieden gegen den VfB Wissen steht Eintracht Mendig als Absteiger fest.
Dabei starteten die Mendiger mit einem wahren Sturmlauf gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten. Brice Braquin Mitel traf bereits nach 29 Sekunden für die Mendiger. Drei Minuten später war es wieder Brice der auf 2:0 erhöhte. Mendig blieb weiter brandgefährlich. Erst traf Leo Zerwas zum 3:0 (13.), danach trug sich Nikolas Groß mit dem 4:0 in die Torschützenliste ein. Doch dann fingen sich die Gäste und verkürzten nach einem Fehler von Keeper Nico Fogolin auf 4:1 (37.). Mit einem komfortablen Vorsprung für die Eintracht ging es in die Kabine.
Und dort warnte Trainer Damir Mrkalj seine Spieler. "Wenn wir weiter so fahrlässig mit unseren Chancen umgehen wird man irgendwann im Laufe der Zeit das 4:2 und dann gibt es eine eklige Schlußphase." Und die Prophezeiung von Mrkalj traf ein. In der 76. Minute verkürzten die Siegerländer auf 4:2 durch Till Cordes. Mendig musste in der 80. Minute Abwehrchef Kodai Stalph auswechseln. Und als das Wechselkontingent bereits erschöpft war verletzten sich nacheinander Nikolas Groß und Joel Maas. Wissen witterte Morgenluft und so nahm das Schicksal seinen Lauf. In der 87. Minute verkürzte Ahmet Sari auf 4:3 (87.) und praktisch mit dem Schlußpfiff der Ausgleich. Sergio Zurel erzielte in der vierten Minute der Nachspielzeit den 4:4-Ausgleich.
Die bereits abgestiegenen Wissener hatten tolle Moral gezeigt die Mendig an diesem lauen Abend vermissen ließ. Entsprechend frustriert war Mrkalj nach der Partie. "Im Grunde ist das eingetreten was ich schon vor Wochen und Monaten voraus gesagt. Diese vielen muskulären Probleme zum Ende der Saison liegen an mangelnder Trainingsbeteiligung. Am Ende sind alle und auch ich die Leidtragenden."
Nächstes Spiel: SG Andernach : Eintracht Mendig am Freitag, 8. Mai, 20 Uhr, in Andernach.
TuS Mayen : SV Anadolu Spor Koblenz 2:2 (1:1)
Fünfundsechzig Minuten lang sahen die 150 Zuschauer im Nettetal ein gutes und faires Bezirksligaspiel. Mit einem besseren TuS Mayen in der Anfangphase, der in der 16. Minute das 1:0 erzielte, als Artur Kurogjan die Schwarz-Weißen in Führung brachte. TuS Trainer Marc Steil: "Leider haben wir danach einmal mehr ab der zwanzigsten Minute zu fehlerhaft gespielt." Die routinierten Gäste kamen immer besser ins Spiel. Fatos Xhaferi (28.) und Armin Jusufi (37.) hatten den Ausgleich auf dem Fuß. In der 39. Minute der verdiente Ausgleich. Silvio Golz traf per Kopf zum 1:1-Halbzeitstand.
Der TuS, der in diesem Spiel auf sieben Spieler verzichten musste ging in der 55. Minute in Rückstand als Besnik Mamuti zum 1:2 traf. Luca Kohl hatte wenige Minuten späte den Ausgleich auf dem Fuß. Und dann verwandelte sich das Spiel in Minute 65 zu einer unwürdigen Farce. Golz foulte seinen Mayener Gegenspieler und schlug im Anschluss den Ball weg. Schiedsrichter Adrian Seide zeigte Golz zurecht die Gelb-Rote Karte. Das sahen allerdings seine Mitspieler, Trainer und Betreuer anders. Es folgte eine minutenlange Rudelbildung mit der Folge, dass Anadolu Trainer Pablo Mineiro und zwei Offizielle die Rote Karte sahen. Von einem Fußballspiel war danach nicht mehr zu reden. Lange Diskussionen, Unterbrechungen durch am Boden liegende Anadolu Spieler und Nickligkeiten kennzeichneten die letzte halbe Stunde. Schiedsrichter Seide griff zur Stop! Regel, um die Schärfe aus dem Spiel zu nehmen. Besser wurde es allerdings nicht. Endlose Debatten und weitere Platzverweise folgten. Erst traf es Armin Jusufi (81.) mit Gelb-Rot. Die Überzahl nutzte der TuS in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 2:2 durch Kaan Öztürk. Danach sahen der bereits ausgewechselte Edis Ramovic (90. 10) sowie Volkan Karaman (90. 12) die Rote Karte, kurz danach pfiff Seide das Spiel ab. Aus Sicht von Steil viel zu früh. "Ab der 65. Minute ist kaum noch der Ball gerollt, vielleicht waren es fünf bis zehn Minuten Nettospielzeit. Zwanzig Minuten Nachspielzeit hätte er mindestens nachspielen lassen müssen. Das was heute passiert ist macht keinen Spaß. Enttäuschend für uns. Enttäuschend für den Fußball. Immerhin haben wir noch einen Punkt geholt. Jetzt wollen wir eine gute Trainingswoche hinlegen und am Sonntag in Kobern-Gondorf gewinnen."
Nächstes Spiel: SV Untermosel : TuS Mayen am Sonntag, 10. Mai, 15 Uhr, in Kobern-Gondorf. (ph)