Jutta Kruft

Traditionsbäckerei gut aufgestellt für die Zukunft

Die Ministerin bewies handwerkliches Geschick.

Video: Jutta Kruft

Polch. Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt konnte sich noch gut an ihren Besuch bei »Die Lohners«im Jahr  2017 erinnern. Jetzt war sie erneut zu Gast im Werk in Polch und konnte sich davon überzeugen, dass Tradition, Unternehmergeist und Zukunftsdenken seit mehr als 100 Jahren eine Erfolgsgeschichte schreiben. 
Geschäftsführer Bernd Kütscher vermittelte in einer Präsentation, wie sich aus handwerklichen Wurzeln eine moderne, leistungsstarke Unternehmensgruppe entwickeln kann.
 Die Geschichte der Bäckerei beginnt 1912, als Josefine und Josef Lohner die kleine Bäckerei in Cochem übernehmen. Was damals ein bescheidener Handwerksbetrieb war, entwickelte sich über Generationen hinweg zu einem der bedeutend-
sten Bäckereiunternehmen im Land. Fünf Jahrzehnte führte Sohn Josef Lohner junior das Geschäft weiter, bevor sein Sohn Achim Lohner – nach dem Tod seines Vaters – bereits in jungen Jahren Verantwortung übernehmen musste. Er bewies Mut, Kreativität und hatte ein Gespür für die Bedürfnisse der Menschen in der Region. Die ersten Filialen wurden eröffnet und die Backstube in Cochem stieß an ihre Grenze.
1987 folgte der Umzug nach Hambuch und es wurde nach einem neuen Standort gesucht, der 1996 im Polcher Gewerbegebiet gefunden wurde. Damalst führten die Eheleute Ellen und Achim Lohner 34 Filialen und beschäftigten über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In den folgenden Jahren wurde Polch kontinuierlich ausgebaut – mit umfangreichen Investitionen in allen Bereichen.
2012 konnten »Die Lohners« ihr 100-jähriges Jubiläum feiern, inzwischen mit 115 Filialen und rund 500 Beschäftigten. Nur wenige Jahre später, 2019, wurde das Familienunternehmen in die »Achim und Ellen Lohner Unternehmens-Stiftung« überführt – ein Schritt, der die langfristige Stabilität und Unabhängigkeit des Unternehmens sichert, wie Kütscher erläuterte.  157 eigene Fachgeschäfte, 23 Partnerfilialen und fast 2.000 Mitarbeitende waren die beeindruckenden Zahlen.
Mit der Übergabe der operativen Verantwortung an eine neue Geschäftsleitung 2021 begann für Ellen und Achim Lohner ein neuer Lebensabschnitt – und für das Unternehmen eine neue Phase der Weiterentwicklung. Die Stiftung blieb alleinige Gesellschafterin. Ende 2021 betrieb die Bäckerei bereits 168 Fachgeschäfte in drei Bundesländern.
 Vor einem Jahr übernahm Bernd Kütscher die Geschäftsführung. Nach rund 20 Jahren in der Funktion kehrte er in seine Heimat zurück und führt das Traditionsunternehmen in die nächste Ära. Seit September wird die Geschäftsleitung zudem durch Sven Griger als Geschäftsführer für Produktion & Logistik, Lisa-Marie Stöver als Vertriebsleiterin mit Prokura sowie Anja Dany als kaufmännische Leiterin mit Prokura verstärkt. 
 So kann sich das Unternehmen mit stolz auf seine Wurtzeln besinnen und gleichzeitig nach vorne blicken. Dabei spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Hier wären »BäcktoDay« - Gutes vom Vortag zum halben Preis, Abgabe an 70 Tafeln und Reste als Tierfutter, und schließlich der papierlose Kassenbon zu nennen. 
Ministerin Daniela Schmitt durfte in der Schau-Backstube auch selber Hand anlegen und mit Achim Lohner und Bernd Kütscher Brezeln formen. 
Danach ging es ins Werk, wo sich die Ministerin sichtlich beeindruckt zeigte.

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