Jutta Kruft

TuS chancenlos beim Tabellenführer

TuS-Trainer Marc Steil konnte mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein.

TuS-Trainer Marc Steil konnte mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein.

Bild: Peter Seydel

Mayen/Mendig/Gering. SG 2000 Mülheim-Kärlich : TuS Mayen 6:0 (3:0)
Der TuS Mayen hat im sechsten Meisterschaftsspiel die fünfte Niederlage hinnehmen müssen. 
Stark ersatzgeschwächt trat der TuS bei Tabellenführer Mülheim-Kärlich an. TuS-
Trainer Marc Steil musste auf acht Spieler verzichten, sodass man mit einer sehr defensiven Einstellung ins Spiel vor 293 Zuschauer ging. Steil: »Trotz der klaren Niederlage haben wir über weite Strecken gut verteidigt.« Und hätten in der 18. Minute sogar in Führung gehen können, als Tim Feiler alleine auf das Mülheimer Tor zulief, aber nicht selber finalisierte.
Eine halbe Stunde hielt das Mayener Bollwerk, bis Tim Thielen die SG 2000 mit einem Doppelpack (30., 36.) seine Mannschaft 2:0 in Führung brachte.
Unmittelbar vor dem Pausentee erhöhte Christian Scheu auf 3:0 (45.). »Nach einer Standardsituation kriegen wir das dritte Gegentor. Das Tor hat uns gekillt. Es ist schon ein Unterschied, ob man mit 2:0 oder 3:0 in die Halbzeit geht«, so Steil.
Die Mülheimer gaben weiter Gas, der TuS versuchte den Offensivwirbel der Einheimischen so gut es ging zu stören. Maxim Pede (51.) sowie der Ex-Mayener Kalle Steinmetz (68., 70.) machten am Ende das halbe Dutzend voll.
»Inhaltlich haben wir es defensiv über weite Strecken gut gemacht. Die Qualität des Gegners gerade im offensiven Bereich muss ist extrem gut. Die Niederlage fiel zu hoch aus. Wir müssen jetzt die Köpfe schnell frei bekommen und am Mittwoch gegen Kobern-Gondorf gewinnen«, schaute Steil bereits nach vorne. SG-Trainer Nenad Lazarevic freute sich über den fünften Sieg im sechsten Spiel. »Wir wussten, dass Mayen tief steht und sind geduldig geblieben. Am Ende ging der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung. Mayen war heute zu schwach, um uns in Gefahr zu bringen. Wir hatten bestimmt 90 Prozent Ballbesitz und hätten, meiner Meinung nach, sogar höher gewinnen können.« Mit 18:0 Toren und 16 Punkten steht Mülheim-Kärlich an der Tabellenspitze, während der TuS die rote Laterne übernommen hat. Jetzt muss man gegen Mitaufsteiger Untermosel wieder in die Spur kommen.
Nächstes Spiel: TuS Mayen : SV Untermosel Kobern-Gondorf am Mittwoch, 16. September, 20 Uhr, im Nettetalstadion.
SV Eintracht Mendig : Ahrweiler BC II 4:2 (3:1)
Den ersten Heimsieg der Saison feierte die Mendiger Eintracht. Gegen den starken Aufsteiger Ahrweiler II siegte das Team von Spielertrainer Damir Mrkalj verdient und bleibt Tabellenführer Metternich auf den Fersen.
Das Spiel begann mit einer kalten Dusche für die Vulkanstädter. Schon nach wenigen Sekunden gingen die Gäste in Führung. Mrkalj: »Wir haben Anstoß, spielen gleich unsauber. Der Rückpass auf unseren Torwart war zu kurz, Aaron Seck geht dazwischen und erzielt nach zehn Sekunden das 0:1.« Mendig schüttelte sich kurz und ging zum Angriff über. Nur vier Minuten nach dem Rückstand glich Brice Mitel Marquin zum 1:1 aus (5.). Man machte weiter Druck und ging in der 18. Minute in Führung. Mrkalj eroberte den Ball, setzte Maris Wingenbach ein und schon stand es 2:1. Ein Eigentor verhalf Mendig zur 3:1 Führung. Adrian Medic mit einem langen Einwurf, den Ahrweilers Mateo Roguljic unglücklich ins eigene Tor verlängerte.
Mrkalj: »In der zweiten Hälfte waren wir erst zu passiv und fangen dann den 3:2-Anschlusstreffer.« Alessandro Fogolin unterlief eine Flanke, sodass Yannik Jarzombeck nur noch den Fuß hinhalten musste (53.).
Mendig wechselte. Mit Maas, Kanoute und Meric kam eine Menge Qualität von der Bank. Letzgenannter machte den Deckel drauf. Ein Schnittstellenpass erlief Meris Ramic, der fünf Minuten vor Schluss mit dem 4:2 vor 120 Fans für den Endstand sorgte.
Nächstes Spiel: Sonntag, 20. September, 14.45 Uhr, bei der SG Liebshausen
SV Maifeld-Elztal : SV Binningen 0:4 (0:1)
So hatte man es sich auf der Geringer Alm nicht vorgestellt. Im Duell der Aufsteiger verloren die Einheimischen gegen den SV Binningen glatt mit 0:4.
Während Gerings Ex- Coach Lars Lauber den ersten Sieg feierte, war sein Gegenüber Daniel Fischer sauer. »Wir haben eine Chance vertan, uns in der Tabelle besser zu positionieren. Jetzt haben wir zwei schwere Auswärtsspiele. Wir haben heute alles falsch gemacht, was wir vorher als wichtige Punkte angesprochen haben. Die Marschroute war, dass wir klar in den Aktionen sein müssen.«
Keine drei Minuten waren gespielt, da gingen die Gäste vor rund 150 Zuschauern in Führung. Jonas Klück vertändelte den Ball an Markus Thönnes, der in der Mitte Fabian Röhrig der den Ball nur noch einschieben musste. Die SGME übernahm in der Folge die Spielkontrolle und hatte mit Eliah Ostrominski (22.) und Michael Emmer (27.) den Ausgleich auf dem Fuß. Der Ausgleich schien eine Frage der Zeit. Bis sich Julian Birnstock ein Foul leistete, das der Schiedsrichter als Tätlichkeit wertete und Birnstock die Rote Karte zeigte. Fischer: »Das war der Gamechanger. Das hat Binningen natürlich in die Karten gespielt. Wir wollten bei uns bleiben, keine Dummheiten machen, aber dann passiert so etwas.«
Die SG war zu fehlerhaft in der zweiten Halbzeit. Binningen nutzte dies eiskalt aus. Wiederum Fabian Rörig (52.), Lucas Etzkorn (76.) und Mladen Markota (86.) erhöhten sukzessive auf 0:4 für die Gäste. Binningens Trainer Lars Lauber freute sich über den wichtigen Sieg in der alten Heimat. »Ich denke, es war hintenraus verdient. In der ersten Halbzeit hätte sich das Spiel durchaus für Elztal drehen können. Die Rote Karte hat uns in die Hände gespielt.«
Das nächste Spiel: SG Mülheim-Kärlich II : SG Maifeld-Elztal am Donnerstag, 17. September, 20 Uhr. (ph)