

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres am 1. August ziehen die Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz eine positive Bilanz. Zum 27. Juli waren rund 9.200 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – damit bewegt sich die Zahl annähernd auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Gleichzeitig sind in zahlreichen Berufen noch Ausbildungsplätze frei.
Laut den IHKs ist das nicht auf ein nachlassendes Interesse zurückzuführen. Bereits im vierten Jahr in Folge beginnen in Rheinland-Pfalz mehr Jugendliche eine Ausbildung als ein Studium. Auch die Zufriedenheit der Auszubildenden ist laut der IHK-Azubi-Umfrage 2026 weiterhin hoch. An der Umfrage beteiligten sich 6.335 Auszubildende aus allen Ausbildungsjahren und Berufen, rund 20 Prozent aller Auszubildenden in IHK-Berufen.
Als Gründe für unbesetzte Stellen nennen die IHKs neben den geburtenschwachen Jahrgängen strukturelle Probleme. Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss steigt demnach weiter. Zudem berichten Betriebe von fehlenden Bewerbungen oder unzureichenden Voraussetzungen der Bewerber. Die IHK fordert deshalb eine frühzeitige und systematische Berufsorientierung. Kurzentschlossene Jugendliche haben weiterhin die Möglichkeit, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. Weitere Informationen zur IHK-Azubi-Umfrage gibt es unter www.ihk-rlp.de/azubi-umfrage.



