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Nico Lautwein

Ausbildungsportal mal anders 

Trier. Reiner Zoorobs Start-up "PiiScreen" gehört zu den Top-Ausbildungsportalen in Rheinland-Pfalz.

Mit seinem Ausbildungsportal »PiiScreen« will Reiner Zoorob dem Fachkräftemangel vor allem regional entgegenwirken. Für sein Konzept hat er den »Kreativsonar 2023« erhalten.

Mit seinem Ausbildungsportal »PiiScreen« will Reiner Zoorob dem Fachkräftemangel vor allem regional entgegenwirken. Für sein Konzept hat er den »Kreativsonar 2023« erhalten.

Bild: Nico Lautwein

Als Jungunternehmer wurde er vom Wirtschaftsministerium mit dem "Kreativsonar" ausgezeichnet. Das nächste Projekt steht bereits in den Startlöchern.

Das Ausbildungsportal "PiiScreen" ist eine innovative und digitale Plattform, die nicht nur Unternehmen hilft, Azubis zu akquirieren, sondern auch Schülerinnen und Schülern, den richtigen Ausbildungsplatz zu finden. Entsprechende Bildschirme, auf denen sich Unternehmen mit einem Kurzfilm präsentieren können, stehen bereits in den Eingangsbereichen der Schulen im gesamten Kreisgebiet.

Fachkräfte werben

Der Mann hinter dem Start-up ist Reiner Zoorob (31). Der gebürtige Trierer ist eigentlich gelernter KFZ-Mechatroniker mit einem ausgeprägten Hang fürs Marketing. Seine Idee: ein regionales Ausbildungsportal zu erstellen mit dem Ziel, dem Fachkräftemangel regional und überregional entgegenzuwirken. Mit seinem 2022 gegründeten Start-up "PiiScreen" legt er den Finger in eine Wunde, die noch lange offen bleiben wird, denn der Fachkräftemangel in Deutschland ist das große Thema schlechthin. "Ein Faktor ist die ungleiche Gewichtung von Auszubildenden und Absolventen", so Zoorob. "Auf immer mehr Studierende kommen immer weniger Auszubildende." Einer der Hauptfaktoren sei auch der demographische Wandel. Jede vierte Ausbildung werde abgebrochen, so Zoorob weiter. Genau hier setzt sein Ausbildungsportal an: Es soll Unternehmen und künftige Auszubildende gezielt zusammenbringen. Sein Konzept: "PiiScreen" stellt den Schulen die erforderlichen Bildschirme unentgeltlich zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler können sich dort umfassend über Ausbildungsberufe und offene Ausbildungsplätze informieren und sich bei Interesse unkompliziert bei regionalen Unternehmen bewerben.

"Außerdem ist das Ausbildungsportal PiiScreen für kleinere Unternehmen interessant, da es im regionalen Umfeld bleibt und eine echte Alternative zu teuren Jobbörsen und Messen darstellt", erläutert Zoorob das Modell. Auch für das Lehrpersonal sind die Bildschirme eine große Hilfe und ein Ausgleich zum rein theoretischen Berufsorientierungsunterricht. Auf diese Weise lassen sich Lehrberufe anschaulicher und mit Praxisbezug präsentieren.

App Release

Im Februar nächsten Jahres soll dann schon das nächste Projekt starten. Dabei handelt es sich um eine App, die interaktiv nutzbar ist und mit der sich die Schülerinnen und Schüler mit nur einem Klick bewerben können. Dabei können sie Punkte sammeln, die wiederum für Betriebsbesichtigungen und "Action Days" eingelöst werden können. Somit erhalten sie einen guten Einblick und die Unternehmen können gleichzeitig erste Eindrücke mögliche Berwerber sammeln.

Nähere Informationen unter: www.piiscreen.de

Der Business-Award "Kreativsonar 2023"

Das Kreativsonar wurde 2023 zum achten Mal ausgelobt. Kreative Jungunternehmer konnten sich mit ihren Ideen bewerben und sie einer interdisziplinären Jury vorstellen. Beim Wettbewerb geht es um die Vernetzung zwischen Kreativwirtschaft und klassischer Wirtschaft. Das Kreativsonar wird gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz und das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes.

 

 


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