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Nico Lautwein

Breitbandprojekte im Landkreis auf gutem Weg

Kreis. Schnelles Internet für Schulen, Gewerbegebiete und Privathaushalte.

Symbolfoto

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Bild: Archiv

NGA, Glasfaser und Graue Flecken - der Breitbandausbau im Landkreis Trier-Saarburg geht seit einigen Jahren und über vielfältige Förderprojekte voran. Einige sind bereits abgeschlossen, andere werden gerade bearbeitet. Bis dato wurden so mehrere Millionen in die flächendeckende Versorgung der Menschen, Unternehmen und Schulen mit schnellen Internet-Verbindungen investiert.

Erste Projekte erfolgreich abgeschlossen

Bereits im September 2022 konnte das NGA-Projekt - das steht für "Next Generation Access" - abgeschlossen werden. Insgesamt wurden hier 1.300 Kilometer Glasfaserleitungen und rund 700 Kilometer Leerrohre neu verlegt. Mit diesem Projekt konnten im Kreis etwa 13.200 Haushalte, darunter 480 Unternehmen und 90 Sonderkunden wie Schulen oder Krankenhäuser an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Die Kosten, die über die Verträge mit dem ausbauenden Telekommunikationsunternehmen auf die öffentliche Seite entfallen, betragen über 14 Millionen Euro.

Davon wurde zu 60 Prozent vom Bund und zu 30 Prozent vom Land gefördert. Der Landkreis und die Verbandsgemeinde haben die übrigen Kosten von rund 1,8 Millionen Euro getragen.

Ein Sonderprojekt wurde zudem für Gewerbegebiete realisiert. Dieses wurde im Oktober 2023 abgeschlossen. Insgesamt wurden 79 Adressen mit Glasfaseranschlüssen ausgebaut, davon 15 in Bekond, 25 in Kell am See, acht in Konz, 25 in Longuich und sechs in Schweich. Von den rund 800.000 Euro übernimmt der Bund rund 50 Prozent. Von Seiten des Landes wird eine endgültige Förderzusage von weiteren 40 Prozent erwartet.

Derzeit in Bearbeitung ist der sogenannte 6. Förderaufruf, durch den im Kreis 160 Adressen mit schnellem Internet versorgt werden sollen. Das Projekt soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Auch hier wird eine 90prozentige Förderung aus Bundes- und Landesmitteln angestrebt.

Mit dem neuen sogenannten "dunkelgraue-Flecken-Programm" wird der Breitbandausbau bei Adressen gefördert, die nicht über 200 Mbit pro Sekunde symmetrisch beziehungsweise 500 Mbit pro Sekunde im Download verfügen und nicht eigenwirtschaftlich ausgebaut werden. Im Kreis wurden unter diesen Kriterien rund 6000 Adressen benannt, die unterversorgt sind - die Kostenschätzung für den Ausbau liegt bei rund 103 Millionen Euro. Der Kreis hat einen Förderantrag beim Bund eingereicht, der jedoch nicht bewilligt wurde, weil die Anträge die vom Bund für die Finanzierung des Breitbandausbaus im Jahr 2023 zur Verfügung gestellten Mittel übersteigen. Außerdem sollen nach dem neuen Bundesprogramm Projekte, in denen der Anteil sogenannter weißer Flecken am höchsten ist - also Gebiete, die großen Nachholbedarf haben, vorrangig bewilligt werden. Der Kreis hat vor diesem Hintergrund für seinen Antrag auch nicht die erforderliche Punktzahl nach dem Kriterienkatalog erreicht. Der nächste Förderaufruf ist für Februar 2024 angedacht. Der Kreis Trier-Saarburg wird den Förderantrag dann erneut stellen.

Erforderliche Beratungsleistungen werden ebenfalls gefördert

Für notwendige fachtechnische und rechtliche Beratungsleistungen wurde vom Land eine Förderung für die Projekte Gewerbegebiete und 6. Förderaufruf in Höhe von 100.000 Euro bewilligt. Für die erforderlichen Beratungsleistungen im Graue-Flecken-Programm liegt eine Förderzusage des Bundes über rund 210.000 Euro vor.


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