

Ein 35 Jahre alter Mann ist vom Landgericht Trier zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Nach Überzeugung der Kammer tötete er im Juni 2025 seine frühere heimliche Partnerin auf einem Parkplatz nahe Hermeskeil, um die Aufdeckung der Affäre zu verhindern. Die Vorsitzende Richterin Theresa Hardt erläuterte, die Beweisaufnahme habe den Tatablauf eindeutig bestätigt.
Motiv: Angst vor Aufdeckung der Affäre
Der Angeklagte aus dem nördlichen Saarland hatte die Beziehung am Tag der Tat telefonisch beendet. Kurz darauf verschickte die 28-Jährige kompromittierende Bilder an die Schwägerin des Mannes. Diese setzte ihn unter Druck, seiner Ehefrau die Wahrheit zu sagen. Aus Sicht des Gerichts wollte der Täter das Bekanntwerden der Affäre um jeden Preis verhindern.
Tat auf abgelegenem Parkplatz
Unter dem Vorwand eines klärenden Gesprächs bestellte er die Frau schließlich zu dem abgelegenen Parkplatz im Kreis Trier-Saarburg. Dort erschoss er sie. Eine Tonaufnahme vom Tatgeschehen dokumentiert, dass die Frau nach einem ersten Schuss noch um ihr Leben flehte, bevor ein weiterer Schuss tödlich war. Das Geschehen wurde aufgezeichnet, weil das Opfer ein Mobiltelefon bei sich trug.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Text: Florian Blaes




