

Im Mittelpunkt steht die Francis-Turbine aus dem Jahr 1936, die nach der Sanierung in den Jahren 2022 und 2023 auch touristisch aufgewertet wurde. Das neue Angebot ergänzt einen Erklärfilm in deutscher und englischer Sprache sowie die Audiotour „Lauschtour“.
„Wie Energie genau im Inneren der Wasserkraftanlage entsteht, konnten sich die Besucherinnen und Besucher bisher nur grob vorstellen. Mit der Mixed Reality kann man in die Anlage blicken, sie historisch und im Bezug auf die Nachhaltigkeit einordnen und spielerisch erfahren“, erklärt Stadtbürgermeister Andreas Reymann.
Für die Anwendung steht eine fest installierte Mixed-Reality-Brille im Raum bereit. Auf Anfrage kann eine zweite, mobile Brille genutzt werden. Nach dem Aufsetzen startet automatisch eine rund sieben Minuten lange animierte Zeitreise, die die Entwicklung der Wasserkraft in Saarburg vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart nachzeichnet. Konzipiert wurde das Vorhaben als pädagogisches Projekt im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung gemeinsam mit dem Naturpark Saar-Hunsrück.
Ein virtueller Guide, Johann Fischer Jung, führt durch die Anwendung. Er gilt als Begründer der Wasserkraft in Saarburg und war Eigentümer der ersten Anlage im heutigen Amüseum. Die Inhalte reichen von der technischen Funktionsweise mit Einlaufkammer, Turbine und Generator über interaktive Elemente wie eine Simulation der Wasserzufuhr per Augensteuerung bis zu einem Quiz am Ende. Außerdem wird die ökologische Bedeutung der Wasserkraft thematisiert, unter anderem mit Blick auf CO2-Einsparungen und Klimaschutz.
Das Amüseum am Wasserfall ist täglich von 11 bis 16 Uhr geöffnet, außer samstags. Weitere Informationen zur Wasserkraftanlage und zum Projekt gibt es unter www.saarburg.de/wasserkraft, Informationen zum Museum unter www.amueseum-saarburg.de. Ein Videotrailer zur Mixed-Reality-Anwendung ist unter www.saarburg.de/mr abrufbar.
Zum Tag des Wassers am 22. März beteiligt sich das Museum mit einem Sonderprogramm. Geplant ist unter anderem ein Fachvortrag von Roman Fixemer um 14.30 Uhr, der die Geschichte der Anlage sowie ihre Bedeutung für die Zukunft aufgreift. Für Schulen und weitere Interessierte bietet die Stadt auf Anfrage spezielle Führungen mit geschulten Museumsführern an, die auch technische Hintergründe vertiefen.
Gefördert wurde das Projekt zu 80 Prozent durch den Naturpark Saar-Hunsrück mit Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz.




