Claudia Neumann

Ruwertalschule zieht in neue Containerklassen

Waldrach. Die Ersatzschule in Waldrach bietet Platz für rund 520 Schüler. Der Unterricht in den mobilen Räumen beginnt nach den Herbstferien, während am bisherigen Standort ein Neubau entsteht.

Bild: Kreisverwaltung Trier-Saarburg/Hannah Schmitz

Für die Schulgemeinschaft der Ruwertalschule in Waldrach beginnt ein neuer Abschnitt: Nach den Herbstferien nimmt sie die neue Containerschule auf dem ehemaligen Verkehrsübungsplatz in Betrieb. Das Ersatzgebäude wurde kurz vor dem Unterrichtsstart am Montag von der Kreisverwaltung und der Schulleitung vorgestellt. Es soll den Schulbetrieb während der mehrjährigen Bauphase am bisherigen Standort sichern.

„Das ist ein Termin, auf den wir alle lange gewartet haben“, sagte Landrat Stefan Metzdorf bei der Besichtigung. Auch er zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir haben das bestmögliche Ergebnis. Das freut mich auch für die Kinder.“

Mehr als 240 Module für den Schulbetrieb

Für die Ersatzschule wurden mehr als 240 Module auf das Gelände neben der Feuerwehr geliefert. In den vergangenen Wochen hat das Gebäudemanagement der Kreisverwaltung die mobilen Elemente technisch ausgestattet und mit Mobiliar eingerichtet. Die bisherigen Schulgebäude mit ihren unterschiedlichen Räumlichkeiten wurden dabei im Wesentlichen in die Modulschule übertragen.

An dem Termin nahmen neben Landrat Stefan Metzdorf auch Schulleiter Markus Lehnert, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ruwer, Thomas Hoffmann, und Waldrachs Ortsbürgermeister Rainer Krämer teil. Die Schülerschaft vertrat Schülersprecherin Mia Judex. Für den Schulelternbeirat waren Bianca Stark, Martina Winkel und Christiane Brandel dabei.

Schulleiter Markus Lehnert kündigte an: „Wir werden am ersten Schultag nach den Ferien als Prozession gemeinsam umziehen.“ Das Provisorium sei auf jeden Fall eine Verbesserung gegenüber dem bisherigen Gebäude. Auch Schülersprecherin Mia Judex sieht in den neuen Räumen eine Chance: „Das ist eine neue Chance, weiter das Schulleben zu leben, auch wenn es anders ist.“ Die Schüler müssten sich auf den veränderten Alltag im neuen Gebäude einstellen.

Grundschule und Realschule plus unter einem Dach

Die Containerschule besteht aus zwei Gebäuderiegeln mit jeweils zwei Etagen. Im oberen, zum Hang gelegenen Riegel ist überwiegend die Grundschule untergebracht. Dort lernen 190 Kinder in den Klassen eins bis vier. Für sie stehen zehn Klassenräume zur Verfügung.

Ebenfalls im oberen Riegel befindet sich im Obergeschoss die Schulverwaltung. Dazu gehören Büros für die Schulleitung, das Sekretariat, ein Schulsozialraum, ein Elternsprechzimmer, eine Teeküche und weitere Nebenräume. Daneben liegt ein großzügiges Lehrerzimmer für die mehr als 40 Pädagogen.

Im unteren Riegel hat vor allem die Realschule plus ihr Domizil. Für die rund 330 Schüler gibt es dort 15 Klassenräume. Alle Klassenzimmer beider Schulzweige sind mit modernen Whiteboards ausgestattet, die digitalen Unterricht ermöglichen.

Zusätzlich stehen zwei Differenzierungsräume, ein Lernatelier und ein Raum für den Sprachunterricht in Deutsch als Fremdsprache zur Verfügung. Auch Fachräume für die Naturwissenschaften Chemie, Physik und Biologie wurden eingerichtet. Sie verfügen ebenfalls über eine moderne technische Ausstattung.

Mensa, Lehrküche und neue Ausstattung

Zur Ausstattung der Modulschule gehört eine rund 80 Quadratmeter große Mensa, die aus sechs Modulen besteht. Hinzu kommt eine Ausgabeküche. Außerdem wurde eine Lehrküche mit Speiseraum eingerichtet. Dafür wurde eine komplett neue Ausstattung mit vier Kücheninseln und einer Küchenzeile angeschafft.

Weitere Räume dienen als Büro des Hausmeisters, Technikräume sowie Lager- und Materialräume. Die hellen und geräumigen Unterrichtsräume sollen eine angenehme Lernatmosphäre schaffen.

Neubau soll rund vier Jahre dauern

Die Gesamtkosten für die Containerschule belaufen sich auf 7,1 Millionen Euro. Darin enthalten ist auch die Anschaffung der mobilen Elemente. Die Modulschule soll sicherstellen, dass der Unterricht während der mehrjährigen Bauphase uneingeschränkt weiterlaufen kann.

Am bisherigen Standort in der Schulstraße wird der Kreis als Schulträger ab November das bestehende Gebäudeensemble mit Ausnahme eines Bauteils abreißen lassen. Die Abrissarbeiten sollen voraussichtlich bis März 2027 dauern. Anschließend beginnen die Bauarbeiten für die neuen Schulgebäude, deren Fertigstellung rund vier Jahre in Anspruch nehmen wird.