Claudia Neumann

A.R.T. investiert 70 Millionen Euro in Trierer Hafen

Trier. Eine neue Sortieranlage für Leichtverpackungen soll die bisherige Halle des Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) im Trierer Hafen ersetzen.

Bild: ART/Magnus Quiring

Die bestehende Sortierhalle ist seit rund 30 Jahren in Betrieb und stößt zunehmend an ihre technischen Grenzen. Die neue Anlage soll unterschiedliche Wertstoffe besser erkennen und voneinander trennen, damit sie hochwertig recycelt werden können.

Hintergrund sind steigende Anforderungen an die Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen. Dazu gehören Vorgaben der europäischen Verpackungsverordnung und des nationalen Verpackungsrechts. Mit der modernen Technik sollen mehr Wertstoffe zurückgewonnen, Rohstoffe länger im Kreislauf gehalten und die Abläufe effizienter gestaltet werden.

„Die neue Sortiertechnik ist eine gezielte Investition in die Zukunft unseres Standortes und zugleich in eine moderne Kreislaufwirtschaft, die Wertstoffe konsequent zurückgewinnt und wertvolle Ressourcen schont“, erklärt A.R.T.-Verbandsdirektor Max Monzel.

Erweiterung am bestehenden Standort

Die Verbandsversammlung des A.R.T. hat am 19. August den Grundsatzbeschluss gefasst, in neue Sortiertechnik im Trierer Hafen zu investieren. Zugleich stimmte sie dem geplanten Erwerb eines Nachbargrundstücks zu, das für die Erweiterung benötigt wird.

Errichtet und betrieben werden soll die neue Anlage von der Verso GmbH, einer Tochtergesellschaft des A.R.T. Wie bisher sollen dort Leichtverpackungen im Auftrag der Dualen Systeme sortiert werden. Die angelieferten Mengen stammen auch aus anderen Teilen Deutschlands.

Durch die Erweiterung sollen zudem die innerbetrieblichen Abläufe und die Logistik verbessert werden. Die Investition wird vom Zweckverband A.R.T. und seiner Tochtergesellschaft finanziert. Sie zählt neben dem Bau einer Vergärungsanlage in Bitburg für rund 50 Millionen Euro zu den bedeutendsten Investitionsvorhaben des Zweckverbands in den kommenden beiden Jahren.

Die weiteren Planungsschritte stehen nun an. Über den konkreten Zeitplan und die technische Ausgestaltung will der A.R.T. im weiteren Projektverlauf informieren.