Claudia Neumann

Blackout in Trier: Mehr als 150 Einsatzkräfte üben den Ernstfall

Trier. Am Samstag wird ein großflächiger Stromausfall nach einem Unwetter simuliert. Im gesamten Stadtgebiet werden 25 Notfall-Anlaufstellen besetzt.

Bild: Claudia Neumann

Was passiert, wenn nach einem schweren Unwetter im gesamten Stadtgebiet der Strom ausfällt? Dieses Szenario üben am Samstag, 26. September, mehr als 150 Einsatzkräfte in Trier. Beteiligt sind die Berufsfeuerwehr, alle elf freiwilligen Feuerwehren sowie Hilfsorganisationen aus dem Katastrophenschutz. Das teilt die Stadt Trier mit.

Stromausfall breitet sich im Szenario aus

Die Übung ist Teil des zweiten Landesübungstags für den Brand- und Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz. Das Szenario sieht vor, dass es ab 9 Uhr zunächst auf der linken Moselseite zu einem Stromausfall kommt. Ab 10.30 Uhr soll sich dieser auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten.

Als Ursache wird ein schweres Unwetter angenommen. Nach dem vom Land vorgegebenen Szenario zieht ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet mit Starkregen, Gewittern, erhöhtem Blitzaufkommen und Sturmböen über Rheinland-Pfalz.

Für den angenommenen Stromausfall werden die vorgesehenen Einheiten von Feuerwehr und Katastrophenschutz alarmiert. Im gesamten Stadtgebiet werden 25 Notfall-Anlaufstellen besetzt. Dabei handelt es sich unter anderem um Gebäude mit Notstromversorgung wie Feuerwehrgerätehäuser, öffentliche und Firmengebäude, aber auch um Busse der Stadtwerke oder Feuerwehrfahrzeuge.

25 Anlaufstellen im Stadtgebiet

An den Anlaufstellen stehen Feuerwehrleute sowie Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks und weiterer Hilfsorganisationen wie Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und Malteser Hilfsdienst bereit. Unterstützt werden sie von den Stadtwerken, Technikern der betroffenen Gebäude und Verwaltungskräften der Stadt.

Über eine ausfallsichere Funkverbindung können von dort Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei angefordert werden. Auch das Konzept zur Kraftstoffverteilung wird erprobt, damit die Anlaufstellen dauerhaft betrieben werden können.

Da bei einem großflächigen Stromausfall auch der Digitalfunk ausfallen könnte, kommt außerdem das 2024 entwickelte Notfunkkonzept zum Einsatz. Das Technische Hilfswerk stellt dafür an zwei Stellen im Stadtgebiet Funkmasten auf.

Standorte der Anlaufstellen online

Während der Übung ist mit zusätzlichem Verkehr durch Einsatzfahrzeuge zu rechnen. Die normale Einsatzfähigkeit von Feuerwehr und Rettungsdienst bleibt gewährleistet.

Die Trierer können den Samstagvormittag nutzen, um sich mit dem Standort der nächstgelegenen Notfall-Anlaufstelle vertraut zu machen. Eine Übersicht gibt es bei der Feuerwehr Trier.

Auch die persönliche Notfallvorsorge kann überprüft werden. Informationen zu Stromausfall-Vorsorge, Notvorrat und Notgepäck gibt es bei der Stadt Trier.

Der Landesübungstag findet jährlich am letzten Samstag im September statt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Brand- und Katastrophenschutz zu überprüfen, Abläufe bei großflächigen Schadenslagen weiterzuentwickeln und den Katastrophenschutz zu stärken.