

Deutliche Auswärtsniederlage beim Vizemeister. VET-CONCEPT Gladiators Trier unterliegen ratiopharm Ulm mit 67:97.
Bester Trierer Werfer war Jordan Roland mit 13 Punkten.
Ausgeglichenes Spiel in der ersten Halbzeit
Mit der angestammten Starting Five aus Steven Ashworth, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen gingen die VET-CONCEPT Gladiators in ihr Auswärtsspiel bei ratiopharm Ulm. Von Beginn an übten die Gastgeber hohen defensiven Druck auf die Trierer Ballhandler aus und ließen die Moselstädter gar nicht erst in ihre schnelle Transition kommen. So dauerte es zwei Minuten, bis Nolan Adekunle per Dreier die ersten Trierer Punkte markierte. Von da an entwickelte sich ein ausgeglichenes erste Viertel, in dem beide Teams ihren Fokus klar auf die Defensive legten – nach fünf Spielminuten stand es nach einem erfolgreichen Korbleger von Marco Hollersbacher gerade einmal 7:6. Im Bemühen um mehr Tempo in der Offensive leisteten sich sowohl Trier als auch Ulm einige Ballverluste im Aufbauspiel und auch zahlreiche Fouls unterbrachen immer wieder den Spielfluss. Dank einer sehr treffsicheren Phase konnte der Vizemeister zwischenzeitlich deutlicher in Führung gehen (18:11, 7. Spielminute), den Gladiatoren gelang es, diese mit einem eigenen 5:0-Lauf zum Viertelende wieder wettzumachen – 16:18 nach den ersten zehn Minuten.
Auch im zweiten Viertel blieben die Kontrahenten defensiv extrem aufmerksam und effizient. Mit zwei schnellen Dreiern hintereinander brachte Jordan Roland die Trierer dann offensiv wieder besser auf Kurs und stellte auf 24:20 (13.). Den Gladiatoren gelang es in dieser Phase nicht etwas davonzuziehen, da auch Ulm auf der Gegenseite immer besser von außen traf. Doch auch die Hausherren hatten weiterhin Probleme mit produzierten Turnovern und konnten ihre physischen Vorteile offensiv nicht so clever nutzen wie in der Defensive. So blieb die Partie weiter offen (29:30, 16.). Bis zur Halbzeit blieb die Partie offensiv zerfahren und von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt, dennoch schafften es die Trierer dank eines weiteren Dreiers von Jordan Roland mit einer knappen Führung von 35:34 in die Kabine zu gehen.
Ulm dreht nach der Pause auf
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann die hohe Qualität des Ulmer Kaders. Während Urald King von der Dreipunkte-Linie noch für die ersten Zähler der zweiten Halbzeit sorgte, wurden die Ulmer in Folge defensiv immer konsequenter und offensiv erfolgreicher. Angefangen mit einem getroffenen Korbleger ihres Power Forward Chris Ledlum, den die Gladiatoren defensiv kaum zu packen bekamen, folgte ein 10:0 Lauf des Vizemeisters, den Thomas Klepeisz von Downtown vollendete – 38:44 nach drei gespielten Minuten im dritten Viertel. Die Schützlinge von Headcoach Jacques Schneider gaben sich nicht auf, hatten aber immer größere Probleme mit der extrem cleveren Defensive der Gastgeber, sowie deren starken Eins-gegen-Eins-Fähigkeiten in der Offensive. Die Gladiatoren konnten weiterhin kaum Tempo aufbauen und nur schwer freie Würfe herausspielen, die nun auch nicht mehr fallen wollten. So erhöhte sich die Ulmer Führung durch ihren Neuzugang Joel Soriano weiter auf 44:56 (27.). Bis zum Viertelende verhinderten weitere Ballverluste und eine schwache Freiwurfquote, dass die Moselstädter ihren Rückstand nochmal entscheidend verkürzen konnten und so ging es mit einem 51:62 in die letzte Viertelpause.
Trier verliert im Schlussviertel den Faden
Im Schlussabschnitt verloren die Trierer dann völlig den Faden. Offensiv ging der Rhythmus gänzlich verloren und schwere Abschlüsse im Eins-gegen-Eins waren zu oft die einzige Lösung spät in der Schussuhr. Die Ulmer spielten sich währenddessen in einen Rausch und trafen unglaublich stark von außen. Schon nach zweieinhalb gespielten Minuten im vierten Viertel zeigte die Anzeigetafel dank eines Dreiers von Tobias Jensen bereits einen 54:72 Rückstand der Moselstädter an. Die Trierer fanden nicht mehr in ihr Spiel zurück und wurden von den immer stärker werdenden Ulmern weiterhin stark unter Druck gesetzt. So wuchs die Führung der Gastgeber kontinuierlich an und die Gladiatoren hatten dem Vizemeister nichts mehr entgegenzusetzen. Joel Soriano stellte bereits knapp fünf Minuten vor Spielende auf 56:86 und mit einer Differenz von dreißig Punkten müssen sich die VET-CONCEPT Gladiators letztlich auch ratiopharm Ulm geschlagen geben – 67:97.
Die Viertel: 16:18 | 19:16 | 16:28 | 16:35
Die Zuschauerzahl: 5.427
Stimmen zum Spiel
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Zuerst einmal Glückwunsch an Ulm und an Ty – sie waren heute definitiv die bessere Mannschaft. Wir sind gut in die Partie gestartet, vor allem defensiv. Zur Halbzeit haben wir insgesamt nur 34 Punkte zugelassen, das war unser Ziel und eine klare Steigerung im Vergleich zum Spiel gegen Berlin. In der zweiten Halbzeit konnten wir das Energielevel und auch die physische Intensität von Ulm nicht mehr matchen. Wir haben uns zwar gute Würfe erspielt, konnten diese aber leider nicht verwandeln. Der Frust war entsprechend hoch, zumal es unser erstes Spiel in dieser Saison war, das wir so deutlich verloren haben. Ich bin mir aber sicher, dass uns so etwas kein zweites Mal passiert und wir daraus lernen werden.“
Für Trier spielten: Steven Ashworth (1 Punkt), Dexter Akanno (3), Clayton Guillozet (6), Behnam Yakhchali (3), Marco Hollersbacher (7), Marten Linßen (10), Jordan Roland (13), Urald King (4), Evans Rapieque (2), Nolan Adekunle (6), JJ Mann (4) und Maik Zirbes (8).
Beste Werfer ratiopharm Ulm: Chris Ledlum (21 Punkte), Nelson Weidemann (14) und Tobias Jensen (11).
Quelle: Gladiators Trier



