

Das Alterstraumazentrum am Klinikum Mutterhaus ist von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie erneut zertifiziert worden. Im Fokus steht die interdisziplinäre Versorgung älterer Patienten.
Das Zentrum für Alterstraumatologie am Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen ist von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) im Jahr 2026 erneut erfolgreich rezertifiziert worden. Als einziges zertifiziertes Zentrum im Großraum Trier bestätigt die Auszeichnung die fachübergreifende Behandlungsqualität von Unfallchirurgie und Geriatrie bei der Versorgung älterer Menschen.
Bereits seit 2020 ist das Klinikum als Alterstraumazentrum in Trier und Umgebung zertifiziert. Im Zentrum arbeiten die Abteilungen für Geriatrie und das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie eng zusammen, um ältere Patientinnen und Patienten nach Verletzungen bestmöglich zu versorgen und ihre Rehabilitation zu unterstützen.
Das Zertifizierungsverfahren der DGU überprüft die Prozess- und Strukturqualität der Kliniken. Im Mittelpunkt stehen wissenschaftlich fundierte Behandlungspfade sowie die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Unfallchirurgie und Geriatrie. Gleichzeitig liefert das Verfahren dem „AltersTraumaRegister DGU“ wichtige Daten für die Versorgungsforschung.
Die Bedeutung einer spezialisierten Versorgung nimmt angesichts der steigenden Lebenserwartung zu. Knochenbrüche gehören bei älteren Menschen aufgrund der abnehmenden Knochendichte und der erhöhten Sturzgefahr zu den häufigsten Gründen für eine Krankenhauseinweisung. Während ein Bruch in jüngeren Jahren häufig problemlos ausheilt, kann er im höheren Alter eine erhebliche gesundheitliche Belastung darstellen und den Verlust der Selbstständigkeit zur Folge haben.
Ältere Patientinnen und Patienten haben neben einer akuten Verletzung häufig weitere Einschränkungen oder Vorerkrankungen. Deshalb setzt das Alterstraumazentrum auf eine enge fachübergreifende Betreuung.
„Unser interdisziplinäres Team aus Geriatern, Unfallchirurgen, Schmerzmedizinern, Physiotherapeuten sowie speziell geschulten Pflege- und Überleitungskräften gewährleistet eine ganzheitliche Behandlung unserer Seniorinnen und Senioren“, betonen die gemeinsamen Zentrumsleiter Volker Pickan, Chefarzt der Geriatrie, und Dr. med. Elmar Schwarz, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Mutterhaus. Dabei würden neben altersbedingten Besonderheiten und Begleiterkrankungen auch seelische, geistige und soziale Bedürfnisse berücksichtigt.
Zum Behandlungskonzept gehören neben spezieller apparativer Ausstattung und Implantatsystemen für alterstraumatologische Verletzungen auch tägliche gemeinsame Visiten, interdisziplinäre Fallbesprechungen sowie individuell abgestimmte Behandlungs- und Rehabilitationsmaßnahmen.
„Unser vorrangiges Ziel ist stets, die Selbstständigkeit, Lebensqualität und Würde unserer Patientinnen und Patienten bestmöglich zu erhalten. Dafür ist dieser gelebte fachübergreifende Austausch unerlässlich“, erklären die Zentrumsleiter.



