

Der Heilige Rock wird 2033 wieder gezeigt. Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am Sonntag, 27. September, im Namen des Bistums, des Domkapitels und des Diözesanrats bekannt gegeben. Anlass ist das von Papst Leo XIV. für 2033 angekündigte „Heilige Jahr der Erlösung“.
„Wir werden 2033 den Heiligen Rock wieder zeigen, als Trierer Beitrag zum Jubiläum der Erlösung“, sagte Ackermann. Mit der frühzeitigen Ankündigung sollen nun die Beratungen und Planungen für die Wallfahrt beginnen.
Hinter der Entscheidung steht nach Angaben des Bistums auch eine Initiative aus dem Priesterrat zur geistlichen Erneuerung. Nach den intensiven Beratungen und Arbeiten für erneuerte Strukturen und Prozesse im Anschluss an die Diözesansynode 2013 bis 2016 sollen die Kräfte stärker auf Glaubenserneuerung und Evangelisierung ausgerichtet werden.
Immer wieder sei in den vergangenen Jahren die Idee aufgekommen, sich erneut um den Heiligen Rock als Passionsreliquie zu versammeln, berichtet Ackermann. „Ich habe eine Bewegung aus der Mitte der Gläubigen wahrgenommen. Deshalb habe ich die Idee nach einer ersten Beratung im Domkapitel mit dem Diözesanrat besprochen und bin froh, dass wir nun einstimmig diese Entscheidung getroffen haben.“
Dr. Elfriede Franz, Mitglied im Vorstand des Diözesanrats, sieht in der Zeigung eine Chance, „in einer Zeit kirchlichen und gesellschaftlichen Umbruchs ein neues, hoffnungsvolles Zeichen des Glaubens und der Gemeinschaft zu setzen“.
Das Jahr 2033 steht für das zweitausendjährige Gedenken an Tod und Auferstehung Jesu Christi. Zugleich erinnert es an die Wallfahrt von 1933. Damals kamen mehr als zwei Millionen Menschen nach Trier, um Zeugnis von ihrem Glauben zu geben.
Dompropst Weihbischof Jörg Michael Peters sieht die geplante Wallfahrt gemeinsam mit dem Domkapitel in der Tradition der großen Pilgerbewegungen von 1959, 1996 und 2012: „Dass wir die Tunika Christi bei uns im Trierer Dom beherbergen dürfen, ist ein Privileg. Schon die Heilig-Rock-Tage, unser Bistumsfest, führen jedes Jahr so viele Menschen zusammen. Wie sehr dürfen wir uns da auf die nächste Zeigung freuen!“
Das Bistum will nun mit den Beratungen und Planungen beginnen. Nach Angaben von Bischof Ackermann soll die frühzeitige Ankündigung eine strukturierte Vorbereitung ermöglichen und zugleich Gelegenheit zur Selbstvergewisserung für das christliche Leben im Bistum bieten. Die nächste Zeigung des Heiligen Rocks könne so „ein starkes geistliches Ereignis werden und eine positive Kraft für das Leben im Bistum entfalten“.




