Nico Lautwein

Über 20 Kilo Amphetamin sichergestellt: Durchsuchungen in Trier und NRW 

Trier/NRW. Bei einem großangelegten Einsatz gegen Drogenkriminalität Mitte März wurden mehrere Personen festgenommen und umfangreiche Mengen Betäubungsmittel sichergestellt.

 

Symbolfoto

Symbolfoto

Bild: Unsplash

Am Freitag, dem 13. März 2026, führte die Polizei mehrere Durchsuchungen in Trier und Umgebung durch. Die Maßnahmen fanden im Rahmen eines seit mehreren Monaten bei der Kriminaldirektion Trier unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Trier geführten Ermittlungsverfahrens wegen Betäubungsmittelkriminalität statt.

Auf Grundlage der bisherigen Ermittlungsergebnisse beantragte die Staatsanwaltschaft Trier beim zuständigen Amtsgericht Trier Durchsuchungsbeschlüsse und Untersuchungshaftbefehle für mehrere Tatverdächtige sowie eine Vielzahl von Objekten. Diese wurden vom Ermittlungsrichter erlassen und am 13. März durch die Polizei zeitgleich vollstreckt.

130 Einsatzkräfte beteiligt

An dem Einsatz waren rund 130 Polizeikräfte, darunter auch Spezialeinheiten, beteiligt. Insgesamt elf Objekte in der Region wurden durchsucht.

Umfangreiche Sicherstellungen

Die Polizei stellte über 20 Kilogramm Amphetamin, etwa 2.000 Ecstasypillen, rund 0,5 Kilogramm Kokain sowie weitere Betäubungsmittel wie Heroin und psychedelische Pilze sicher. Zudem wurden etwa 1,4 Kilogramm Cannabis, mehrere Fahrzeuge, Bargeld im oberen vierstelligen Eurobereich, eine Druckluftwaffe, mehrere Messer und Schlagwerkzeuge sowie weitere Beweismittel sichergestellt.

Mehrere Festnahmen

Fünf Tatverdächtige im Alter von 26 bis 36 Jahren wurden aufgrund der bereits erlassenen Untersuchungshaftbefehle festgenommen. Während der Maßnahmen ergaben sich Hinweise auf die Tatbeteiligung einer weiteren 31-jährigen Frau, die im Rahmen des Einsatzes ebenfalls vorläufig festgenommen wurde.

Alle Verdächtigen wurden anschließend dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der für die fünf Männer die Untersuchungshaft anordnete. Der Haftbefehl gegen die 31-Jährige wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Weitere Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen

Im Nachgang wurden zudem drei Wohnobjekte im Bereich Nordrhein-Westfalen durchsucht und ein weiterer Haftbefehl gegen einen 33-jährigen Mann aus dem Raum Duisburg vollstreckt. Im Rahmen dieser Durchsuchungen wurden rund 177.000 Euro Bargeld sichergestellt. Der Verdächtige wurde ebenfalls dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Ermittlungen dauern an

Manuel Kiy, Leiter der Kriminalinspektion Trier 2, erklärte: „Die Einsatzmaßnahmen zeigen deutlich, dass wir konsequent und mit hohem Ermittlungsdruck gegen die Betäubungsmittelkriminalität vorgehen. Händler und Hintermänner können sich nicht sicher fühlen – wir setzen alles daran, diese Strukturen nachhaltig zu zerschlagen. Auch künftig werden wir mit starken Kräften und in enger Zusammenarbeit mit der Justiz dieses Deliktsfeld intensiv bekämpfen und verfolgen. Unser Ziel ist klar: den illegalen Drogenhandel in unserer Region spürbar einzudämmen und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger weiter zu stärken.“

Quelle: Polizeipräsidium Trier