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Wenn aus Fremden Freunde werden

Das Projekt "Fremde werden Freunde" vom internationalen Zentrum e.V. führt ausländische Studierende der Universität und Trierer Einheimische zusammen – ein interkultureller Austausch der besonderen Art.
Die Projektkoordinatoren Haureh Hussein und Anna-Maria Müller. Foto: Thiesen

Die Projektkoordinatoren Haureh Hussein und Anna-Maria Müller. Foto: Thiesen

Seit Anfang Oktober fallen in der Innenstadt zahlreiche kleine Gruppen auf, die scheinbar orientierungslos durch die Gassen strömen. Das Wintersemester an der Universität hat wieder begonnen und viele Erstsemester versuchen, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden. Doch Triers neue Einwohner sind nicht nur aus dem deutschen Raum, sondern auch viele internationale Studierende finden den Weg in die älteste Stadt Deutschlands.  

Ankunft und Einleben erleichtern

Während sich deutsche Studierende schon nach den ersten Tagen problemlos orientieren können stehen zugezogene ausländischen Studierende vor ganz anderen Herausforderungen. Hier kommt das internationale Zentrum an der Universität Trier ins Spiel: Der Verein bietet spezielle Programme für diese Zielgruppe an, um die Ankunft und das Einleben zu erleichtern. Dabei ist jeder willkommen sich zu engagieren, unabhängig davon man deutscher oder ausländischer Studierender ist und ob als Projektkoordinator, als Teilnehmer bei einem der zahlreichen Projekte oder als Vereinsmitglied. Die verschiedenen Projekte des Vereins bieten eine Vielzahl an Aktivitäten an: Das Spektrum reicht von gemeinsamen Wanderungen über ein wöchentliches Café bis hin zu Sprachtandems, bei denen man die eigenen Fremdsprachenkenntnisse verbessern kann.  

Austausch und Kontakt mit Einheimischen

Das Projekt "Fremde werden Freunde" verlässt dabei bewusst den universitären Kontext und stellt den Kontakt zwischen Gastfamilien in der Region Trier und ausländischen Studierenden her. Das kommt gut an, denn es bietet Abwechslung vom Uni-Alltag und dem Leben im Wohnheim. Die Neuankömmlinge wünschen sich den Kontakt zu und den Austausch mit Einheimischen. Koordiniert wird das Projekt von zwei Studierenden der Universität Trier: Seit April 2018 kümmern sich Anna-Maria Müller und Haureh Hussein gemeinsam um die Anliegen der Gastfamilien und internationalen Studierenden im Rahmen ihres Projektes. Sie organisieren nicht nur die Zusammenkunft beider Seiten, sondern bieten auch im Semester Veranstaltungen an, bei denen sich alle Teilnehmer des Projektes kennenlernen können. Man wandert zum Beispiel gemeinsam zur Mariensäule oder lernt sich bei einer kleinen Weihnachtsfeier näher kennen. "Wir wollen Räume des interkulturellen Austauschs schaffen", erklärt Hussein. "Und wir wollen sicherstellen, dass alle Seiten profitieren und eine schöne gemeinsame Zeit haben", ergänzt Müller. 

Spannende Einblicke in neue Kulturen

Das Prinzip des Projektes ist dabei denkbar simpel: Interessierte Gastfamilien füllen auf der Website des internationalen Zentrums ein Formular aus und geben ihre Interessen an. Hussein und Müller stellen den Kontakt her. Wichtig dabei: Die individuelle Freizeitgestaltung steht im Vordergrund, die Gastfamilien nehmen also niemanden bei sich zu Hause auf. Man trifft sich gemeinsam auf einen Kaffee oder macht Ausflüge in der Region. Der Kreativität für gemeinsame Unternehmungen sind hier keine Grenzen gesetzt – spannende Einblicke in neue Kulturen sind dabei für beide Seiten garantiert.

Info

Das internationale Zentrum an der Universität Trier ist ein 1993 von Studierenden gegründeter Verein. Der Fokus der Arbeit liegt insbesondere auf der Förderung des Austauschs zwischen ausländischen Studierenden und Studierenden der Universität Trier. Der Verein feierte im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Bestehen und freut sich weiterhin über interessierte Gastfamilien. Weitere Informationen zum Verein und zu "Fremde werden Freunde" finden Sie im Internet oder direkt bei den Koordinatoren des Projektes per E-Mail unter connect@iz-trier.de. DT