

Der kalendarische Sommeranfang brachte am Sonntag viel Sonne, Temperaturen von bis zu 38 Grad und damit für einige Badegäste im Trierer Südbad offenbar zu viel des Guten. Am Nachmittag kam es zu mehreren medizinischen Notfällen, die einen Großeinsatz von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei auslösten.
Mehrere Menschen medizinisch versorgt
Gegen 15.30 Uhr gingen bei der Integrierten Leitstelle mehrere Notrufe wegen kollabierter Personen im Südbad auf der Härenwies ein. Daraufhin wurden zahlreiche Rettungskräfte alarmiert. Vor Ort untersuchten und behandelten die Einsatzkräfte insgesamt sechs Personen. Eine erwachsene Person musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Zum Zeitpunkt des Einsatzes hielten sich rund 3.000 Besucher im Freibad auf. Nach Angaben von Thomas Bohn, Leiter der Bäderbetriebe der SWT Bäder GmbH, lag die Besucherzahl damit noch deutlich unter der Kapazitätsgrenze. „In der Vergangenheit hatten wir bereits Spitzentage mit bis zu 4.500 Gästen“, erklärte Bohn.
Vor dem Schwimmbad hatte sich aufgrund des heißen Wetters eine Warteschlange von deutlich über 100 Personen gebildet. Um die Menschen nicht unnötig der prallen Sonne auszusetzen, wurden sie zunächst ohne Eintrittskontrolle auf das Gelände gelassen. Während des laufenden Einsatzes wurde der Zutritt für weitere Besucher jedoch vorübergehend gestoppt.
Zufahrten gesperrt und Großaufgebot im Einsatz
Die Polizei sperrte sämtliche Zufahrtswege zum Südbad, um einen Bereitstellungsraum für Rettungs- und Krankenwagen unmittelbar vor dem Schwimmbad zu gewährleisten. Zudem waren sämtliche verfügbaren Parkplätze im Umfeld des Freibades vollständig ausgelastet.
„Hitze und dichtes Gedränge waren für manchen Kreislauf einfach zu viel“, erklärte Polizeieinsatzleiter Martin Schneider. Die Polizei war mit zahlreichen Kräften vor Ort und unterstützte die Einsatzmaßnahmen.
Auch Trierer Bürgermeisterin Britta Weizenegger machte sich persönlich ein Bild von der Lage. Sie dankte den Einsatzkräften für deren schnelles und professionelles Handeln.
Im Großeinsatz standen die Berufsfeuerwehr Trier mit Führungsdienst, zahlreiche Rettungs- und Krankenwagen des Regelrettungsdienstes, die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Trier von ASB, DRK und Maltesern, die Notärzte aus Trier und Ehrang, der Leitende Notarzt (LNA), der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL), die Führung des Rettungsdienstes sowie die Polizei Trier.
Text: Florian Blaes




