Nico Lautwein

Punkte sollen her: Gladiators Trier zu Gast in Braunschweig

Trier/Braunschweig. Die Moselstädter starten mit einem Auswärtsspiel bei den Basketball Löwen Braunschweig in die nächste englische Woche der BBL. Sprungball ist am Sonntag um 18 Uhr.

Clay Guillozet mit der Nummer 4 bei den Gladiators im Zweikampf.

Clay Guillozet mit der Nummer 4 bei den Gladiators im Zweikampf.

Bild: Simon Engelbert

Zum 24. Spieltag der laufenden Saison in der Basketball-Bundesliga sind die Gladiators Trier erneut auswärts gefordert. Bei den Basketball Löwen Braunschweig starten die Römerstädter am Sonntag in die nächste englische Woche, in der noch das Heim-, wie auch das Auswärtsspiel gegen die Hamburg Towers warten.

Mit etwas Druck nach Niedersachsen

Nach der knappen Heimniederlage gegen die Academics Heidelberg wollen die Gladiatoren nach drei Niederlagen in Folge am Sonntagabend gegen Braunschweig in die Erfolgsspur zurückfinden und sich auch im Rückspiel gegen die Löwen durchsetzen. Das Hinspiel an der Mosel endete mit einem 78:73 Heimerfolg der Gladiatoren.

Braunschweig mit Trainerwechsel

Die Löwen stehen nach aktuell 23 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz und konnten bisher nur fünf Siege einfahren. Dies führte kürzlich zu einem Trainerwechsel und seit Mitte Februar ist der Spanier Ramon Diaz als Übungsleiter in der Verantwortung. Nach einem 90:87 Erfolg bei den Frankfurt Skyliners folgten zuletzt erneut drei Niederlagen für die Löwen, die sich gegen Würzburg (82:87), in Bamberg (81:88) und in München (80:98) geschlagen geben mussten.

Auch auf dem Spielermarkt waren die Braunschweiger nochmal aktiv und verpflichteten mit Bryant Crawford einen weiteren europaerfahrenen Guard, der zuletzt bei Bursaspor in der Türkei spielte.

Statistisch starke Neuzugänge

Statistisch sind es ebenfalls Nachverpflichtungen, die die Löwen aktuell anführen. Center Oluwasimisola Shittu erzielte in seinen fünf bisherigen Einsätzen starke 18,4 Punkte und lieferte dazu 10,4 Rebounds pro Spiel. Auch Point Guard Kaza Kajami-Keane, der aus Chemnitz nach Braunschweig wechselte, absolvierte bisher fünf Spiele für die Löwen, in denen er 14,0 Punkte pro Partie auflegte. Dazu liefern Shooting Guard Grant Sherfield (13,7), Center David N’Guessan (12,5), der zuletzt verletzte Point Guard Barra Njie (9,6), sowie die Flügelspieler Luka Scuka (9,5) und Joshua Obiesie (9,4) die stärkste offensive Unterstützung. Mit Scharfschütze Ferdinand Zylka (8,4) und den Flügelspielern Chip Flanigan (7,1) und Benjamin Schröder (5,7) wird die engere Rotation komplettiert.

Die größten Differenzen im Teamvergleich zeigen sich bei den erzielten Punkten pro Spiel – hier führen die Gladiatoren die Liga mit 90,6 Zählern an, während die Löwen mit 79,2 auf dem vorletzten Platz im Ligaranking liegen.

Schneider: Über die Defense ins Spiel finden

„Wir erwarten, dass wir auf eine Mannschaft treffen, die mehr oder weniger in Do-or-Die Spiele geht und sehr viel Druck hat. Sie haben sich seit dem Trainerwechsel gesteigert, hatten viele knappe Ergebnisse und haben auch gegen Bayern München in der ersten Halbzeit gut mitgespielt. Durch die Neuverpflichtung auf der Point Guard Position haben sie sich personell nochmal deutlich verstärkt. Für uns gilt dasselbe wie gegen Heidelberg und wir wollen über die Defense ins Spiel finden wollen und müssen. Das ist das, was wir aus dem Heidelbergspiel mitgenommen haben, sowie, dass wir gut im Defensivrebound und der Eins-gegen-Eins-Defensive gearbeitet haben, worauf wir weiter aufbauen wollen“, sagt Jacques Schneider, Cheftrainer der Gladiators Trier.