Immer mehr junge Autoren

Ahr. 81 Autoren haben für das neue Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 77 Geschichten recherchiert und aufgeschrieben.

Was haben Stefan Bell, Fußballprofi beim FSV Mainz 05, Adenauer Suchhunde und die Alaaf-Helau-Grenze nahe des Vinxtbaches gemeinsam? Aus allen lassen sich kurzweilige Geschichten und Berichte aus dem Kreis Ahrweiler schreiben. Einer breiten Palette an verschiedensten aktuellen und historischen Themen haben sich 81 Autoren angenommen, um das neue Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2020 zu füllen. Herausgekommen sind 77 Beiträge auf 300 Seiten.

Statistik-Freunde finden zudem ausgewählte Angaben zur Struktur des Kreises Ahrweiler im Anhang. Ebenso finden sich dort zahlreiche Verbraucherinformationen zur hiesigen Geschäftswelt. Die Anzeigen, um deren Akquise sich Herbert Wellnitz vom Weiss-Verlag gekümmert hat, ermöglichen es, dass der Verkaufspreis des Buches auch in diesem Jahr wieder günstig bei 7,50 Euro liegt. »Ein Dank geht an unseren langjährigen Partner, den Weiss-Verlag«, sagte Landrat Jürgen Pföhler bei der Vorstellung des Buches. Hier wird das Buch – diesmal in einer Auflage von 5000 Stück – traditionell verlegt und gedruckt.
»Es wurde ein neuer Weg eingeschlagen, aber Bewährtes behalten«, sagte der Landrat und hob dabei die Arbeit von Jürgen Kempenich hervor, dem die Redaktion des Buches oblag.
Neues zeigt sich direkt beim ersten Blick auf das Buch. »Erstmals seit 30 Jahren dominiert ein gradliniger Stil unsere Titelseite, wobei wir die traditionelle Foto-Collage und unser bekanntes Jahrbuch-Grün fortführen«, erklärte Pföhler. Das Buch bietet eine Mischung aus dem Leben in Dörfern und Städten, in Kultur, Sprache, Vereinen, Sport, klassische bis rockige Musik, Landschaft, Volkskunde, Literatur und Mundart. 

Besonders freut sich der Landrat, dass auch junge Autoren zunehmend Ideen und Beiträge zu dem Buch beisteuern: »Sie ergänzen den seit vielen Jahren verlässlichen und höchst anerkannten Stamm der Verfasserinnen und Verfasser von Fachbeiträgen und Anekdoten.«
 So stellt Julia Zucca beispielsweise das »Campen in Hain« Festival am Fuß der Burg Olbrück vor. Auch die Historien einer ganzen Reihe von Vereinen und Institutionen, die in diesem und im nächsten Jahr Jubiläum feiern, wird vorgestellt. Daniel Robbel etwa erinnert an den großen Erfolg der Damenmannschaft des SC 07 Bad Neuenahr: 1978 Deutscher Meister. Der Neuenahrer Frauenfußball, dem Spielerinnen wie Steffi Jones, Sandra Minnert und Celia da Mbabi entstammen, wurde 1969 gegründet. Auch der aus Wehr stammende Stefan Bell, Fußballprofi beim FSV Mainz 05, wird von Hans-Wili Kempenich porträtiert.

Warum Sinzig für die Geschichte des Jazz in Deutschland eine wichtige Rolle spielt, erklärt Dr. Richard Volk in seinem Beitrag. Es sei nur verraten, dass es mit der amerikanischen Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg zusammenhängt. Dass es rund 100 Jahre zuvor bei Remagen Gefechte zwischen französischen Truppen einerseits und aliierten Truppen aus preußischen, österreichischen und russischen Soldaten gab, schildern Gabriel Heeren und Bernd Schmitz in ihrem Beitrag.

Neben den historischen Beiträgen kommt auch die Gegenwart nicht zu kurz. Dr. Katja Hartig stellt zum Beispiel den Gemeinschaft-Hühnerstall in Plittersdorf vor, an dem sich alle Generationen auf der »Enkelbank« treffen. Auch die vorherigen Redaktionsleiter des Heimatjahrbuchs finden in ihm ihren Platz. So würdigt Leonhard Janta, bis vor gut einem Jahr Redaktionsleiter, in einem Beitrag seinen verstorbenen Vorgänger Ignaz Görtz. Die Beiträge aus älteren Heimatjahrbüchern veröffentlicht die Kreisverwaltung schrittweise unter der Internetadresse www.kreis-ahrweiler.de/kvar. Zurzeit sind rund 4.600 Beiträge online verfügbar.

Jürgen Kempenich nimmt Anregungen für die nächste Ausgabe bereits jetzt unter Tel. 02641-975-206 oder per E-Mail an Juergen.Kempenich@kreis-ahrweiler.de entgegen.

Das Heimatjahrbuch 2020 ist im örtlichen Buchhandel und unter anderem auch beim Wochenspiegel, Martplatz 17 in Ahrweiler, erhältlich.

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