B 9: Ersatzneubau Ahrbrücke Sinzig startet

Bauwerk soll im Sommer fertig sein

"Für den Neubau des eingestürzten Teils der Ahrbrücke an der B 9 bei Sinzig haben mit den jetzt gestarteten Bohrpfahlarbeiten die Bauarbeiten zum hochwassersicheren Wiederaufbau dieses Teilbauwerks begonnen", sagte Landesverkehrsministerin Daniela Schmitt. Im Vorfeld habe der LBM bereits umfangreiche Vorarbeiten zur Herstellung der notwendigen Infrastruktur (Anrampungen, Arbeitsebenen etc.) geleistet, die für einen Einsatz der im weiteren Verlauf der Baumaßnahme benötigten Großgeräte erforderlich waren. "Der Start der Bauarbeiten für die neue Ersatzbrücke an der B 9 bei Sinzig ist eine gute Nachricht für die Region. Der LBM gibt alles, um die Infrastruktur schnellstmöglich wiederaufzubauen. Er ist nicht nur dabei, allerorts die Straßen winterfest zu machen, sondern auch Großprojekte mit zentraler Verbindungsfunktion wie den Ersatzneubau der Ahrbrücke zügig voranzubringen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LBM leisten hervorragende Arbeit, die Respekt und Anerkennung verdient. Sie wissen, wie wichtig eine funktionierende Infrastruktur für die Region ist", sagte Verkehrsministerin Daniela Schmitt.

Die Ahrbrücke in Fahrtrichtung Süden in Sinzig wurde in der Flutkatastrophe durch die Unterspülung eines Pfeilerfundaments zerstört. Die Pfeiler der neuen Brücke werden auf 15 Meter tiefen Großbohrpfählen errichtet, um die Wiederholung eines derartigen Schadens sicher zu verhindern. Die dafür erforderlichen Vorarbeiten zur Herstellung einer Baugrube sind in vollem Gange. Die Bohrpfahlarbeiten werden, günstige Witterungsbedingungen und einen planmäßigen Verlauf vorausgesetzt, bis Februar 2022 andauern. Die gesamte Brücke soll nach derzeitiger Planung im dritten Quartal 2022 komplett fertiggestellt sein. Zur Optimierung der Gesamtbauzeit wird die Brückenplatte aus Halbfertigteilen hergestellt. Die Herstellung der Halbfertigteile erfolgt im Werk - parallel zu den Gründungsarbeiten und dem Bau der Pfeiler vor Ort. Sobald die Unterbauten fertiggestellt sind, steht die Montage der Fertigteilträger an, die dann vor Ort mittels Beton verbunden werden.

Anfang September 2021 ist die B 9-Ahrbrücke Sinzig in Fahrtrichtung Norden wieder unter Verkehr gegangen. Den Verkehrsteilnehmern steht seitdem pro Fahrtrichtung jeweils eine Fahrspur zur Verfügung. Diese Verkehrsführung im Bereich der Baustelle wird bis zur Fertigstellung der neuen Brücke erhalten bleiben. Sie wird lediglich kurzeitig zum Einhub der Fertigteilträger in verkehrsschwachen Zeiten temporär gesperrt. Die Ahrbrücke überführt die B 9 in der Ortslage Sinzig über den Geländeeinschnitt der Ahr und schließt an den Hochkreisel Sinzig an.

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AOK zieht sich aus Cochem zurück

Cochem. Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber dem Cochemer WochenSpiegel. Ausschlaggebend für die Überlegungen waren demnach auch die Erfahrungen und Folgen der Corona-Pandemie. Jan Rößler: »Die Beratung am Standort Cochem endete am 16. März 2020 aufgrund der eingetretenen Corona-Pandemie. Aufgrund des geänderten, generellen Kundenverhaltens schon weit vor der Pandemie, eben in Richtung digitaler und telefonischer Kontaktkanäle, wird die Beratung in Cochem, als kleinerer Standort, nicht wieder aufgenommen.« Die Beratung der Mitglieder der AOK soll nun unter anderem durch Kundenberaterinnen und Kundenberater auch zu Hause im Rahmen des Außendienstes erfolgen. Alle Arbeitsplätze bleiben, nach Angaben von AOK-Pressesprecher Jan Rößler, in der Region erhalten. »Nach Beendigung der Beratungsstelle Cochem sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im nächst erreichbaren Kundencenter (etwa Daun, Simmern, Mayen) weiterhin für unsere Versicherten aktiv.« Stadtbürgermeister Walter Schmitz bedauert auf Anfrage des WochenSpiegel den Weggang. »Jeder Arbeitsplatz, der in Cochem weggeht, tut uns weh. Wenn aber dann eine Institution wie eine Krankenkasse weggeht, die den Charakter einer Kreisstadt mitprägt, ist dies besonders schmerzlich.«  Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber…

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