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Einsatz im Kampf gegen Corona

Das Gesundheitsamt des Kreises Ahrweiler versucht, durch regelmäßige Tests in Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten, Behinderteneinrichtungen sowie bei den Mitarbeitern der Kreisverwaltung und des Jobcenters Coronainfektionen rechtzeitig zu erkennen.
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Dr. Alexander Wilhelm (l.) informierte sich bei Landrat Dr. Jürgen Pföhler (M.) und Gesundheitsamtschef Dr. Stefan Voss. Foto: Mager

Dr. Alexander Wilhelm (l.) informierte sich bei Landrat Dr. Jürgen Pföhler (M.) und Gesundheitsamtschef Dr. Stefan Voss. Foto: Mager

Dr. Alexander Wilhelm, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, hat am vergangenen Dienstag das Gesundheitsamt im Kreis Ahrweiler besucht. Er informierte sich bei Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Gesundheitsamtsleiter Dr. Stefan Voss und den haupt- und ehrenamtlichen Ärzten sowie Mitarbeitern eingehend über die aktuelle Situation und die großen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Wilhelm betonte, dass das Engagement deutlich zu sehen sei. Zu Beginn habe es besonders in puncto Schutzausrüstungen bei den Gesundheitsämtern, aber auch bei den niedergelassenen Ärzten Probleme gegeben. Das Land habe versucht, schnell zu helfen - auch wenn dies schwierig gewesen sei. "Wir haben uns mit der gesamten Welt auf einem Markt bewegt, auf dem die Marktregeln außer Kraft gewesen sind", so Wilhelm. Zur Eindämmung der Pandemie erklärte er: "Wir glauben, dass der Kernpunkt die sehr schnellen und sehr strikten Kontaktbeschränkungen waren." Dies habe allerdings eine ganze Menge Probleme erzeugt, unter anderem in Schulen und Kitas sowie in der Wirtschaft. Nun müsse die Gesellschaft wieder in einen geregelten Alltag kommen. Dr. Voss gab einen Überblick über die aktuellen Zahlen. Insgesamt hat das Gesundheitsamt 5.400 Abstriche genommen. 2.240 davon waren Abstriche im Rahmen freiwilliger, vorbeugender Screenings in 20 Alten- und Pflegeeinrichtungen, 27 ambulanten Pflegediensten, vier Behinderteneinrichtungen sowie bei den Mitarbeitern der Kreisverwaltung und des Jobcenters. Pföhler berichtete von drei infizierten Personen, die zwar keine Symptome zeigten, durch die Tests aber frühzeitig entdeckt werden konnten. Unterstützt werden die hauptamtlichen Kräfte unter anderem durch elf ehrenamtliche Ärzte im Ruhestand, die unter anderem Abstriche bei Verdachtsfällen nehmen und die Menschen in Quarantäne durch Anrufe betreuen.