Jutta Kruft

Sinzig war dabei

Sinzig. Weltweiter Klima-Aktionstag  fand am 23. September statt.

Bilder
Eine Auswahl von insgesamt 19, von Sinzig4Future konzipierten und gestalteten Postkarten.

Eine Auswahl von insgesamt 19, von Sinzig4Future konzipierten und gestalteten Postkarten.

Foto: Sinzig4Future

Die Folgen des Klimawandels waren dieses Jahr mit Waldbränden in Brandenburg und im Harz, monatelanger Trockenheit, sinkenden Grundwasserspiegeln, braun vertrockneten Wiesen, Bäumen und Äckern, einer ausgetrockneten Ahrmündung, einer eingeschränkten Rheinschifffahrt und Temperaturen über 30 Grad so spürbar wie nie. Weltweit häufen sich Extremwetterlagen, auf monatelange Trockenheit folgen in Italien extreme Überschwemmungen. Der Klimawandel ist nach Aussagen vieler Forscher die existentielle Bedrohung der Menschheit. Die Energiegewinnung durch fossile Brennstoffe und der damit verbundene CO2-Ausstoß muss so schnell wie möglich reduziert werden. Um dies bei der sich häufenden Zahl an Krisen nicht aus dem Blick zu verlieren, gab es am Freitag, 23. September, wieder einen Klimaaktionstag, zu dem "Fridays for Future" weltweit aufgerufen hatte. Putins Krieg in der Ukraine und unsere Abhängigkeit von russischem Gas haben eine weitere Notwendigkeit für eine schnelle Energiewende und eine Anpassung unseres Verhaltens hinzugefügt. Unsere Gesellschaft muss von Gas und anderen fossilen Rohstoffen unabhängig werden, zu denen auch Uran gehört. Wir alle müssen und können jetzt etwas tun! Und da gibt es eine Menge, was Jede und Jeder von uns sofort umsetzen kann. Einfach mal den eigenen Lebensstil überdenken. Was brauche ich wirklich? Was ist nicht unbedingt nötig? Muss ich jeden Tag tierische Produkte essen?

Dem Modetrend folgen?

Muss ich dem neuesten Modetrend folgen? Muss es immer eine Fernreise mit dem Flugzeug sein oder ist ein Urlaub mit der Bahn, dem Bus oder dem Rad nicht die bessere Alternative? Kann ich zur Arbeit auch mal mit Bus und Bahn oder dem Rad fahren oder kann ich eine Fahrgemeinschaft bilden? Es gibt sehr viele Möglichkeiten, seinen Lebensstil umwelt- und klimagerechter zu gestalten. Sinzig hat einen sehr hohen Anteil von Einfamilienhäusern. Alle Studien zeigen, dass es hier mit Dämmung, modernen Heizsystemen und der Photovoltaik erhebliches Potential gibt und die vorliegenden Daten zeigen, dass dies auch zunehmend genutzt wird. Die Zahl der nicht genutzten Dächer überwiegt jedoch immer noch deutlich, so dass es hier noch erhebliches Potenzial gibt. Wenn wir die Potenziale für mehr Energieeffizienz und dezentrale Erzeugung erneuerbarer Energien in Sinzig konsequent nutzen, leisten wir einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und zur politischen Stabilität weltweit. Dies erfordert allerdings ein konsequentes und kurzfristiges Handeln. Abwarten ohne zu handeln ist keine Alternative.


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