Thomas Förster

Hummel und Spatz wohnen Tür an Tür

Höfen. Ein neues Insektenhotel ist im Höfener Schmetterlingspark entstanden

Höfen (Fö). Es ist nicht nur der neueste Hingucker, es ist wieder ein tolles Bauwerk aus ehrenamtlicher Hand und ein Lernort für Jung und Alt: Das neue Insektenhotel im Höfener Schmetterlingspark.

Wenn die engagierten Mitglieder des Fördervereins Golddorf Höfen Hand anlegen, dann kommt stets etwas Gutes und Nachhaltiges dabei heraus. »Das alte Insektenhotel ist in die Jahre gekommen und war bei Schmetterlingen, Hummeln oder Wildbienen nicht sonderlich beliebt«, weiß Albert Jakobs. Also sollte nicht nur Ersatz her, sondern es wurde auch Fachliteratur gewälzt, um den kleinen Nutztieren ein möglichst artengerechtes Zuhause zu bieten.

Unter Anleitung von Schreinermeister Erich Braun wurden 40 »Wohneinheiten« in Wabenform erstellt, die nun in einer Holzbehausung angebracht wurden. »Was auf den ersten Blick erstaunlich wirkt, macht durchaus Sinn. Denn hier wohnen Schmetterling und Spatz, Hummel und Rotkehlchen Tür an Tür«, erklärt Albert Jakobs. Erich Braun hat die bis zu 40 Bauteile je Wohneinheit so angebracht, dass nur das jeweilige Insekt oder ein Vogel eben dort einziehen kann. »Die Hummel zum Beispiel kriecht gerne in verlassene Mäusenester - also geht es für sie durch ein Rohr bergab. Der Zugang wurde so konzipiert, dass sie ihn öffnen können, ihre Feinde aber nicht«, erklären die Ehrenamtler. Die Waben werden entsprechend beschriftet, damit auch Unkundige wissen, welches Tier wo einzieht.

Durch das Projekt »2.000 x 1.000« des Landes NRW hat die Städteregion Aachen das Insektenhotel gefördert. »Jetzt suchen wir Paten, die sich um die Pflege des Insektenhotels oder einzelner Waben kümmern«, hofft Jakobs auf viele Mitstreiter in Höfen. An Wissbegierigen aus Kindergarten, Grundschule, Seniorengruppe, Nachbarschaft oder Touristen wird es im Schmetterlingspark ganz sicher nicht mangeln.