Wählen fast wie »in echt«

»Ich würde wählen gehen, wenn ich denn meine Stimme abgeben dürfte«, versichert der 15-Jährige Luca. Er ist Wahlhelfer auf dem Schulhof des St. Michael-Gymnasiums Monschau. Denn dort durften die Jugendlichen der neunten Klasse an der bevorstehenden Kommunalwahl teilnehmen.
Im Jugendbus der kirchlichen Jugendarbeit in der Eifel konnten die Neuntklässler des St. Michael-Gymnasiums ihre Stimme abgeben. Foto: T. Förster

Im Jugendbus der kirchlichen Jugendarbeit in der Eifel konnten die Neuntklässler des St. Michael-Gymnasiums ihre Stimme abgeben. Foto: T. Förster

»Ich glaube aber, dass es auch einige in unserem Alter gibt, die sich mit Politik nicht beschäftigen und ihr Stimmrecht nicht ernst nehmen würden«, schränkt Klassenkamerad Justus ein. Der Landesjugendring NRW fordert ein Wahlrecht ab 14. Im Rahmen dessen wird eine landesweite U16-Wahl organisiert, die Helmut Woelk vom Jugendbeauftragtenbüro für die Region Eifel vor Ort durchführt.
Das Prozedere ist dabei wie bei der richtigen Wahl am 13. September in der Stadt Monschau. Es gibt zwei Stimmzettel, einen für die Bürgermeister-Wahl und einen für die Mandatsvergabe im Städteregionstag. »Wir haben uns im Vorfeld im Politik-Unterricht die Positionen der Parteien angeschaut und uns besonders über die Bürgermeister-Kandidaten informiert«, erklären die beiden Wahlhelfer.  Auch mit den Eltern habe man über das Thema diskutiert und versucht, sich ein breites Bild von den Wahlmöglichkeiten zu machen. »Wer den Internatausbau forcieren will, steht natürlich hoch im Kurs«, versichert Luca. Justus und er wünschen sich, dass sich die Politik mit Themen und Wortwahl mehr den jungen Menschen widmet und sich auch junge Wähler verstärkt zur Wahl stellen lassen. »Von manchen findet man online gar nichts - die scheiden dann auch direkt aus«, so die Beiden. Wahlergebnisse gibt es ab Freitag, 4. September, auf www.ljr-nrw.de


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