Thomas Förster

Kunst, Sport, Tourismus und Wasser kennen keine Grenzen

Monschau. Traditionelles freundschaftliches Arbeitstreffen von Gemeinde Bütgenbach und Stadt Monschau

Die Bürgermeister Dr. Carmen Krämer und Daniel Franzen stehen in regelmäßigem Austausch. Einmal im Jahr kommen auch ihre Mitarbeiter beim Freundschaftstreffen von Gemeinde Bütgenbach und Stadt Monschau zusammen.

Die Bürgermeister Dr. Carmen Krämer und Daniel Franzen stehen in regelmäßigem Austausch. Einmal im Jahr kommen auch ihre Mitarbeiter beim Freundschaftstreffen von Gemeinde Bütgenbach und Stadt Monschau zusammen.

Bild: Thomas Förster

Monschau/Bütgenbach (Fö). »Regelmäßiger Austausch und gezielte Zusammenarbeit sind uns wichtig - da verwischen Grenzen, die es eigentlich gar nicht mehr gibt«. Dr. Carmen Krämer und Daniel Franzen, Bürgermeister der Stadt Monschau und Gemeinde Bütgenbach, arbeiten gut und gerne zusammen. Das zeigt nicht nur das traditionelle Freundschaftstreffen der beiden Kommunen an der deutsch-belgischen Grenze.

Kunst und Kultur gemeinsam fördern ist den Verwaltungschefs und ihren Teams in den Rathäusern besonders wichtig. So fand 2025 erstmals eine gemeinsame Kunstausstellung in Bütgenbach statt, auf der Monschauer Musikwoche lockte ein deutsch-belgischer Nachmittag mit abwechslungsreichem Programm. »Die Kunstausstellung ist in diesem Jahr in Monschau geplant. Auch das Musikprogramm wollen wir wiederholen«, versichert Dr. Krämer. »Und den Kulturreigen wollen wir um eine Fotoausstellung samt Fotowanderungen perspektivisch erweitern«, ergänzt Franzen.

Monschau hat sich der Rureifel-Tourismus GmbH angeschlossen, in der deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens wird eine Tourismusstrategie entwickelt. »Hier müssen wir noch mehr an einer gemeinsamen Vermarktung arbeiten, um den Gast in der Region zu halten«, unterstreicht Franzen. »All unsere individuellen und doch verbindenden Vorzüge locken Touristen an«, weiß er.

Shuttlebus zum Weihnachtsmarkt

Nischenangebote dies- und jenseits der Grenze im sportlichen Bereich verknüpfen und das Interesse der Einwohner wecken ist ein weiteres Bestreben von Bütgenbach und Monscahu. Zudem will man Events wie »Tag des Rades« in Kalterherberg, der Triathlon am Bütgenbacher See oder aber die vielfältigen Wanderungen intensiver in beiden Kommunen bewerben.

Räumliche Nähe, doch fehlende Infrastruktur - beim ÖPNV scheitert es oft am Geld. Die beiden Bürgermeister wollen das Gespräch mit den Netzanbietern suchen, um Busse über die Grenzen fahren zu lassen. Ein Pilotprojekt wird ein Shuttlebus, der die Ostbelgier von Kalterherberg aus zum Monschauer Weihnachtsmarkt bringt. Bislang müssen diese umständlich um die Altstadt herum, um in Imgenbroich zu parken und dann von dort mit dem Bus nach Monschau zu fahren.

Ein positives Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist die Trinkwasserversorgung. Küchelscheid und Leykaul werden trotz belgischem Staatsgebiet vom Wasserverband Perlenbach versorgt. Und das künftig auch durch entsprechendem Netzausbau mit Löschwasser.

Nach dem Arbeitsgespräch bekamen die Bütgenbacher einen Einblick in die Monschauer Burg samt Jugendherberge, die erneuerte Stadtbücherei und das »Viertelhaus«, das derzeit saniert wird.


UNTERNEHMEN DER REGION

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